Seit 20 Jahren Hilfe für Nepal

Einige Mitglieder des Nepalteas reisten 2011 ins bergige Dailekh. (Foto: Klaus Lehmann)

Nepalteam der Neugrabener Michaelisgemeinde setzt sich für den Himalaya-Staat ein

von Steffen Ebeling, Neugraben
Obwohl es anfangs nur als einjähriges Projekt geplant war, feiert das Nepalteam der Michaelisgemeinde Neugraben dieses Jahr schon sein 20-jähriges Bestehen. Das kleine Team aus ehrenamtlichen Mitgliedern engagiert sich für die Hilfe des Himalaya-Staates.
Es war im Jahr 1993, als sich sechs Mitglieder der Michaelisgemeinde an einen Tisch setzten, alle mit dem gleichen Ziel: den Menschen in einem armen Land zu helfen. Sehr schnell entschied man sich für Nepal als Einsatzort. „Zum einen standen die Pfadfinder in Neugraben schon lange in Verbindung mit Nepal und haben dort durch den Bau von Wasserleitungen die Trinkwasserversorgung geregelt. Das wollten wir finanziell unterstützen. Zum anderen ist es bei Entwicklungshilfe weitaus leichter, sich auf ein Land zu konzentrieren“, erklärt Wolfgang Zarth, Gründungsmitglied des Nepalteams, die Wahl des Landes.
Dass sich das Engagement des Teams lohnt, zeigte sich bereits mehrmals. Ende des Jahres 1993 waren Spenden in Höhe von 55.515 Mark gesammelt, die ohne Abzüge an den Projektpartner United Mission to Nepal überwiesen wurden. Zudem sammelten die Neugrabener Geld für Alphabetisierungskurse in Jajarkot, einem entlegenen Teil Nepals. Durch ihr Engagement gewann die Gruppe 1996 den zweiten Platz des neu geschaffenen Eine-Welt-Preises der Nordelbischen Kirche. 2012 hat das Nepalteam insgesamt 282.759 Euro an Spenden gesammelt, die in verschiedene Projekte fließen.
Um sich ein klares Bild von dem Land zu machen, in das so viel Hilfe floss, reiste das Team in den Jahren 1997, 2005 und 2011 nach Südasien und erlebte die vollkommen andere Kultur des bergigen Landes. „Sehr gefallen hat uns die Freundlichkeit und die Kontaktfreudigkeit der Nepalesen. Sie waren gastfreundlich und hilfsbereit. Natürlich ist das eine ganz andere Kultur, der Hinduismus wird dort sehr ernstgenommen und bestimmt das Leben von Geburt an bis zum Tod“, beschreibt Wolfgang Zarth seine Eindrücke.
Durch den engen Kontakt mit dem nepalesischen Lehrer Shyam Lamichane entstand eine Partnerschaft zwischen einer Schule in Ratmate, Nepal, und der Schule Ohrnsweg in Neugraben. Dieses Jahr besuchte Lamichane Deutschland und berichtete den Schülern von Unterschieden zwischen deutschen und nepalesischen Schulen.
Wer Lust hat, die Gruppe zu unterstützen, kann sich bei Wolfgang Zarth unter Tel. 702 55 00 melden.
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