Schwimmbad nur 14 Stunden pro Woche für alle geöffnet

Während der Freibadsaison hat auch das Hallenbad länger offen, bei schönem Wetter manchmal sogar bis 20 Uhr. (Foto: Annekatrin Buruck)

Finkenwerder Lokalpolitiker fordern längere Öffnungszeiten – Betreiber Bäderland sieht keine Notwendigkeit

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Wer im Hallenbad Finkenwerder am Finksweg schwimmen gehen möchte, muss die Öffnungszeiten schon sehr genau kennen. Sonst besteht die Gefahr, dass er vor verschlossener Tür steht. Denn das Bad hat außerhalb der Freibadsaison insgesamt nur 14 Stunden pro Woche für die Allgemeinheit geöffnet. Sonntags ist komplett geschlossen; der Montag ist für Schulen und Sportvereine reserviert, und am Mittwoch müssen sich Badegäste ab 16 Uhr das Becken mit den Kindern und Jugendlichen des Turn- und Sportvereins Finkenwerder (TUS) teilen – zwei Bahnen für die Öffentlichkeit, zwei Bahnen für den TUS.
„Das ist doch recht eingeschränkt“, findet der Finkenwerder SPD-Vorsitzende Ralf Neubauer. „Immerhin wirbt die Betreiberin Bäderland mit dem Motto ‚Schwimmen und Wasserspaß mit Elbblick’“.
Besonders problematisch sind diese Öffnungszeiten für Schulkinder. „Der Unterricht in der Ganztagsschule dauert oft bis 16 Uhr“, macht CDU-Chef Matthias Lloyd klar. Für Kinder und Jugendliche sei ein Badbesuch daher so gut wie unmöglich, zumal die Kasse schon eine halbe Stunde vor Ende der Badezeit schließt.
Alle Parteien im Finkenwerder Regionalausschuss fordern, die Öffnungszeiten an die geänderten Schulzeiten anzupassen. Beim Betreiber Bäderland sieht man in den derzeitigen Öffnungszeiten dagegen kein Problem. Sprecherin Kirsten Morisse verweist auf die Sommermonate. Denn wenn das angrenzende Freibad seine Pforten öffnet, ist auch das Hallenbad länger offen. Ab Mitte Mai können die Finkenwerder montags bis donnerstags von 10 bis 20 Uhr, freitags von 8.30 bis 20 Uhr und am Wochenende von 10 bis 18 Uhr schwimmen und planschen. „Bei schönem Wetter öffnen wir auch bis 20 Uhr“, ergänzt Morisse.
Den Finkenwerder Ortspolitikern reicht das nicht. Sie wollen, dass sich auch in den übrigen Zeiten etwas ändert. „Wir möchten, dass ein Vertreter von Bäderland zu uns in den Regionalausschuss kommt, um über das Thema zu beraten“, sind sich Neubauer und Lloyd einig. Eine Antwort von Bäderland steht noch aus.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.