„Schön, dass ich hierher kommen kann“

St. Pauli-Fan Steffen genießt zum Kaffee einen die Leckereien auf seinem Adventsteller. (Foto: ww)

Weihnachtsfeier beim ökumenischen Frühstück für Bedürftige

Wittenburg/ Istel, Neugraben – Dieses Frühstück ist ein besonderes: Anstatt Kaffee und Wurst- oder Käsebrote gibt es deftigen Grünkohl und Würste. Die Ehrenamtlichen der ökumenischen Frühstücksküche haben im festlich geschmückten Saal der Heilig-Kreuz-Gemeinde alles für die Weihnachtsfeier vorbereitet. 60 Hilfsbedürftige aus ganz Hamburg sind gekommen, um sich satt zu essen und gemeinsam auf Weihnachten einzustimmen.
Unter ihnen ist auch Susi:  „Ich finde das Grünkohlessen gut und komme schon seit zehn Jahren hierher. Weil in diesem Jahr zwei meiner Schwestern verstorben sind, denke ich an Weihnachten ganz fest an sie und gehe in die Kirche.“ Auch Steffen ist von der Weihnachtsfeier begeistert: „Ich komme täglich zur Frühstücksküche. Erst war ich zusammen mit meiner Frau obdachlos, nun bin ich es alleine. Mitunter halte ich mich mit Jobs auf 450-Euro-Basis über Wasser. An Weihnachten gehe ich auf St. Pauli in die Kirche zur Heilsarmee, damit ich am Fest nicht nur einsam und traurig bin.“

Das Grünkohlessen ist der
Höhepunkt des Jahres

Claudia freut sich über das Päckchen, das sie – wie alle anderen Gäste – zum Abschied geschenkt bekommt: „Der Stollen, die Nüsse, Mandarinen und das gemalte Bild von einem Kind sind toll. Ich bin glücklich, dass ich gesund bin und hierher kommen kann.“
Als der Damenchor Neugraben gemeinsam mit dem Männerchor Sangeslust Scheideholz Weih-nachtslieder anstimmt, dauert es nur wenige Minuten, und viele
singen mit. Die beiden Chöre
haben nicht nur Lieder mitgebracht, sondern auch eine Spende von 1.040 Euro. „Davon wird das Grünkohlessen bezahlt“, so Joachim Meyer. Gemeinsam mit Angelika Maack leitet er die „Ökumenische Frühstücksküche für Hilfsbedürftige“.
Fast das ganze Jahr über serviert eine Gruppe des insgesamt 22-köpfiges Helferteams montags bis freitags Menschen mit schmalem Geldbeutel ein deftiges Frühstück. Und das seit nunmehr 26 Jahren. Die Ehrenamtlichen kommen aus den Kirchengemeinden Cornelius und Heilig Kreuz. Vor dem Frühstück holen sie Brot-, Wurst- und Käsespenden von örtlichen Geschäftsleuten ab, arrangieren alles appetitlich auf Tellern und kochen Kaffee oder Tee. „Und zu Weihnachten gibt es das beliebte Grünkohlessen. Das ist der Höhepunkt im Jahr“, freut sich Meyer über die vielen glücklichen und zufriedenen Gesichter der Gäste.

Ökumenische Frühstücksküche
mo-fr 9.30-10.30 Uhr
Heilig Kreuz
An der Falkenbek 10
ab Montag, 9. Januar 2017
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