Rund um den Kreisel

Hier geht es bald weiter: Im Sommer 2007 wurde der 400.000 Euro teure Kreisel eingeweiht, jetzt soll er endlich einen durchgehenden Radweg bekommen.

Radweg am Süderelbebogen wird ausgebaut

Seit Jahren steht die Führung des Radverkehrs um den Verkehrskreisel am Sü-derelbebogen in der Kritik. Im vergangenen Jahr kamen der Bezirk Harburg und die zuständigen Fachbehörden schließlich Forderungen von Politik und Bevölkerung nach und einigten sich darauf, dass der Kreisel einen durchgehenden Radweg bekommt. Seit vergangenem Donnerstag wird endlich gebaut.
Während des ersten Bauabschnittes ist der Geh- und Radweg zwischen Torfstecherweg und Ackerweg gesperrt. „Hier wird der alte Radweg breiter gemacht und modernisiert“, erklärt Bezirksamtsprecherin Beatrice Göhring. Dann folgen drei weitere Abschnitte.
Zum Hintergrund: Bisher fuhren nur Radler aus Richtung Neugraben auf einem Radweg um den Kreisel. Wer von Osten die Neuwiedenthaler Straße entlang kam, musste die Straße benutzen. Besonders Senioren fühlten sich jedoch neben dem Verkehr nicht sicher im Kreisel. Zudem wiesen besorgte Eltern ihre Kinder an, den Gehweg zu benutzen, statt auf der Straße zu fahren, berichtet Rolf Zcernikow, zuständig für Verkehr im Polizeikommissariat Neugraben. Doch nur Kinder bis zehn Jahre dürfen auf dem Gehweg radeln. „Prinzipiell ist es so, dass Radfahren auf der Fahrbahn als sicher einzustufen ist. Aber die Radverkehrsführung vor Ort wurde von der Bevölkerung nicht angenommen“, sagt er.
Auch die Polizei habe die Situation bemängelt. Immer wieder sei es zu gefährlichen Situationen für die Radler gekommen. Denn wer von Neugraben kommend auf dem Radweg nicht in Fahrtrichtung rechts, sondern links auf den Kreisel zufährt, wird auf die Straße geleitet und landet im Gegenverkehr. Unfälle gab es zum Glück an dieser Stelle nicht, so Zcernikow.
Auf der anderen Straßenseite sorgte bei vielen die zweite Gabelung des Radwegs für Verwirrung. Hier kann man wählen, ob man auf dem Radweg Richtung Neuwiedenthaler Straße fahren möchte, oder ob man auf die Straße wechseln will, um über den Kreisel in den Torfstecherweg und das Wohngebiet Elbmosaik zu gelangen. „Das ist Radfahrern weiterhin freigestellt“, erklärt Zcernikow.
Die Bauarbeiten sollen insgesamt rund sechs Wochen dauern. Weil es sich um eine Hauptverkehrsstraße handelt, werden die Kosten für den Umbau in Höhe von 60.000 Euro von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation getragen.
1
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.