Rücktritt nach Drohung

Uwe Schröer sprach bislang für die Bürgerinitiative „Nein zur Politik. Ja zur Hilfe.“ Nachdem seine Frau bedroht wurde, zieht er sich noch im Dezember vorübergehend aus seinem Amt zurück. (Foto: joto)

Bürgerinitiativen-Sprecher Uwe Schröer zieht sich zurück – seine Frau wurde im SEZ bepöbelt

Neugraben - Es sollte ein Einkauf wie jeder andere sein, doch er endete fatal: Die Frau von Uwe Schröer, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) „Nein zur Politik. Ja zur Hilfe“, wurde im Süderelbe Einkaufszentrum (SEZ) bepöbelt. Jetzt zieht sich Schröer erst einmal als BI-Sprecher zurück.

Was ist passiert?
Zwei junge Männer schüchterten Uwe Schröers Ehefrau im SEZ ein. Sie sollen gesagt haben: „Wenn dein Mann nicht endlich seine scheiß
Nazi-Fresse hält, dann kommen wir dich mal besuchen.“

Wer waren die Pöbler?
„Ob das Linke waren oder Nazis, die eine falsche Spur legen wollten, oder einfach Spinner, keine Ahnung“, so Uwe Schröer.

Wurde Anzeige erstattet?
„Nein. Entgegen anders lautender Presseberichte ermittelt der Staatsschutz nicht, und es werden auch keine Videobänder aus dem SEZ gesichtet. Die gibt es nämlich nicht. Und es hat sich auch keine Bürgerwehr gebildet. Dieses Gerücht ist totaler Quatsch“, widerspricht Schröer.

Warum wurde Frau Schröer angepöbelt?
Der Senat plant eine Großunterkunft im Stadtteil. 4.200 Flüchtlinge sollen hier dauerhaft untergebracht werden. Die Initiative „Nein zur Politik. Ja zur Hilfe“, für die Schröer spricht, setzt sich dafür ein, dass nur 1.500 Schutzsuchende im Stadtteil einquartiert werden. Nur so könne laut Initiative eine Integration gelingen.

Und jetzt?
„Ich werde mein Amt als Sprecher der Initiative zumindest im Dezember ruhen lassen“, so Schröer. „Wir werden erst einmal umziehen. Der Umzug war schon lange geplant und hat nichts mit der Drohung zu tun. Im nächsten Jahr werde ich der Initiative wieder zur Verfügung stehen.“
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