Rotenhäuser Straße teilweise gesperrt

Anwohner Axel Szymczak ist sauer. Die Rotenhäuser ist für Rad- und Autofahrer teilgesperrt. Über die Gründe wurde bisher nur spekuliert. Nun ist es raus: Die Straße wird verbreitert und dann wieder freigegeben. (Foto: tsilis)

Bezirksamt: Straße wird demnächst verbreitert und danach wieder freigegeben

Andreas Tsilis, Wilhelmsburg – Aufregung um die Rotenhäuser Straße: Seit Wochen ist der Straßenabschnitt unterhalb der Wilhelmsburger Reichstraße gesperrt – ohne dass es einen entsprechenden Hinweis gibt. Anwohner Axel Szymczak ist nicht nur darüber stinksauer. Von den Behörden erhielt er keine Antworten, statt dessen türmten sich bei ihm immer mehr Fragen auf über den Sinn und Unsinn der Absperrung.
Für einfache Einkäufe mit dem Pkw nimmt Szymczak nun größere Umwege auf sich - sein Rad benutzt er in dem abgeschotteten Bereich wie ein Fussgänger. Die Polizei machte ihn darauf aufmerksam, dass das Radfahren nicht erlaubt sei. Vom Verbotsschild fehlt aber bisher jede Spur.
Der Wilhelmsburger unterdrückt nur mühsam seinen Ärger, den vor allem Familien teilen dürften. Viele Eltern, die ihre Kinder zur hiesigen Schule fahren, müssen zur Stoßzeit ebenfalls die große Runde drehen. Für manchen Anlieger kommt die Sperrung allerdings gerade recht. „Die Straße wurde regelmäßig als Rennstrecke mißbraucht“, behaupten Mitarbeiter einer Spedition. Kurios: Ein Smartfahrer soll Blockadesteine aus dem Weg geräumt haben, um auf dem Fussweg weiterzufahren.

Straße wird auf vier Meter verbreitert

Nicht wenige Autofahrer schlitzten sich die Reifen an der tückisch-scharfkantigen Straße auf. Für die Logistikexperten der Spedition ist ein dauerhaftes Dichtmachen der Straße die einzig logische Konsequenz. Die Nachfrage des Wochenblatts beim Bezirksamt Mitte zeichnet ein anderes Bild. „Die Straße wird auf vier Meter verbreitert und dann wieder freigegeben“, erklärte Presse-Sprecherin Sorina Weiland. Damit dürfte sich dann ein weiteres Problem erledigen.
Nach Weilands Angaben – und Beobachtungen von Anliegern – missachteten viele Lkw-Fahrer die Durchfahrtsperre in der engen Straße. Die Bauarbeiten sollen unmittelbar bevorstehen. Aus der Behörde hört man, dass sie im Zusammenhang mit der Verlegung der Reichsstraße stehen.
Axel Szymczak dürfte das nur wenig zufriedenstellen, zusätzlich hat er noch mit einer anderen „Baustelle“ zu kämpfen. Vor seiner Haustür nutzen Raser die Einbahnstraße in falscher Richtung als Abkürzung. Die Polizei ist informiert.
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