Rettung aus Russland?

Radeln sie bald wieder in die Werft hinein? Die russische Werft Pella Shipyard will die Sietas-Werft kaufen und die Produktion wieder voll hochfahren. Dazu sollen in den nächsten Monaten 400 Mitarbeiter eingestellt werden. (Foto: as)

Sietas-Werft: Pella Shipyard bietet für insolventes Unternehmen

Neuenfelde - Eine neue Runde im Übernahmepoker um die Sietas-Werft hat begonnen! Jetzt legte die russische Werft Pella Ship-yard aus St. Petersburg ein konkretes Kaufangebot für das angeschlagene Traditionsunternehmen vor.
Fünf Millionen Euro bietet die russische Pella Shipyard für die insolvente Sietas-Werft. Die Schiffbaufirma aus St. Petersburg baut beispielsweise Schlepper und Lotsenboote. Und sie hat noch weitere gute Nachrichten im Verhandlungs-Gepäck: Die Produktion bei Sietas soll wieder hochgefahren werden. Im kommenden halben Jahr soll die Werft zu 50 Prozent, im Jahr 2015 wieder voll in Betrieb sein.
Derzeit sind 100 Beschäftigte auf der Werft tätig. Um den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen, sollen in den kommenden Monaten 400 Mitarbeiter und Fachkräfte zusätzlich eingestellt werden.
Doch das ist alles noch Zukunftsmusik. Ob die Übernahme klappt, ist noch unsicher. Bis Mitte Februar wollen die russichen Käufer eine Entscheidung des Insolvenzverwalters. Doch weder er noch die Umweltbehörde wollen sich zu dem Kaufangebot äußern. Sietas-Sprecher Cord Schellenberg: „Wir führen alle Gespräche mit Interessenten vertraulich.“
Kein Wunder, gab es doch schon etliche Kaufinteressenten, die bislang nicht ernst machten: So scheinen die Gespräche mit dem chinesichen Stahlbaukonzern ZPMC, der bislang als heißer Favorit für die Übernahme galt, ins
Stocken geraten zu sein. Auch ein Kaufinteressent aus Indonesien scheint nichts mehr von sich hören zu lassen. Wie finden es die Mitarbeiter, dass immer neue Interessenten auftauchen, von denen keiner bislang mit seinen Plänen Ernst machte? „Dazu gebe ich vorläufig keine Stellungnahme ab“, so Peter Bökler, Betriebsratsvorsitzender der Sietas-Werft.
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