Rettet Snoopy vor dem Tod im Labor!

Ein seelenvoller Blick durch Gitterstäbe: In Mienenbüttel, der Neu Wulmstorfer Aussenstelle von LPT, wird auch an Beagles geforscht. (Foto: pr)

Neugraben: Am Sonnabend, 20. Juni, laden Tierschützer zur Demo gegen das Versuchslabor LPT

Neugraben – Es liegt versteckt im idyllischen Redderweg: das LPT (Laboratory of Pharmacology and Toxicology GmbH & Co KG). Es ist eines der größten Auftragslabore für Tierversuche in Deutschland. Für Sonnabend, 20. Juni, rufen Tierschützer zur Demo gegen die Tierversuche auf. Sie wollen, dass das Labor geschlossen wird.

Wann wurde das LPT gegründet?
Im Jahre 1965. Es ist eines von derzeit 111 Laboren hamburgweit, die Tierversuche durchführen. Seitdem ist es in Familienbesitz. Der jetzige Geschäftsführer ist Jost
Leuschner.

Was wird bei LPT gemacht?
„LPT ist ein Auftragslabor, das vor allem Giftigkeitsprüfungen für unterschiedliche Auftragsgeber durchführt. LPT bietet Versuche an Hunden, Affen, Kaninchen, Mäusen, Ratten und anderen Tieren an. Wie das Unternehmen selbst zugibt, verlässt kein Tier das LPT-Labor lebend“, sagt Martina Kunze. Sie ist Sprecherin der Kampagne „LPT schließen!“
Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hält dagegen: „Einrichtungen, die Tierversuche durchführen, werden regelmäßig durch die Behörde kontrolliert. Dabei wird auch überprüft, ob die tierschutzrechtlichen Bestimmungen in Bezug auf die Haltung der Tiere eingehalten werden“, sagt Roland Ahrendt, Sprecher der BGV.

Was sagt das Unternehmen?
Nichts. Das Labor hat auf Anfrage des Wochenblattes nicht geantwortet. Auf der
Homepage kann man nichts nachlesen. Die Internetseite ist gesperrt, seitdem die Proteste der Tierschützer zugenommen haben. Nur wer ein Password besitzt, kann kann sich einloggen.

Wer lässt bei LPT testen?
Das Unternehmen hält seine Auftraggeber geheim. In Branchenkreisen wird angenommen, dass das Unternehmen im Jahr 2012 einen Umsatz von 2,8 Millionen Euro erwirtschaftet hat.

Was fordern die Demonstranten?
„Wir demonstrieren an diesem Tag für das Ende der Gewalt an Tieren bei LPT und anderswo. Tiere sind keine Mess-instrumente, sie fühlen Schmerzen wie wir. Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt gegenüber Tieren“, macht Kunze klar.

Gibt es andere Testmethoden?
Tierärztin Corina Gericke:  „Tiere und Menschen sind so unterschiedlich, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen werden können. Computersimulationen und Tests an Zellkulturen sind schneller, günstiger und sicherer für den Menschen.“

Demo
Sonnabend, 20. Juni

- 12 Uhr: Informationsstand und Redebeiträge, Kreuzung Groot Enn/Marktpassage
- 13 Uhr:  Start des Demonstrationszuges zum LPT-Hauptsitz, Rehmredder 8
- Zwischenkundgebung vor LPT
- 16 Uhr: Schlusskundgebung am S-Bahnhof Neuwiedenthal
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1 Kommentar
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Elisabeth Petras aus Lurup | 18.06.2015 | 18:25  
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