Reimen für den guten Zweck

Marcel Giesecke alias Johnny, Twice und Big George (v.l.) zeigen in der Markthalle, dass guter Hip-Hop aus Neugraben kommt. (Foto: Foto: pr)

Neugrabener Hip-Hopper organisieren Benefizkonzert

Musik ist Marcel Gieseckes Leidenschaft. „Ich hab schon als Kind alles nachgesungen und nachgetanzt“, erzählt der 25-Jährige. Damals hat ihn Michael Jackson beeindruckt. Später kam die Liebe zum Hip-Hop dazu, und der Neugrabener begann, eigene Texte zu schreiben. Heute steht Giesecke, der eine weite Jeans, ein offenes Hemd und eine Kette um den Hals trägt, als Rapper Johnny auf der Bühne. Zurzeit plant er einen besonderen Auftritt: Am Freitag, 16. August, gibt Giesecke gemeinsam mit 22 anderen Hamburger Hip-Hoppern ein Benefizkonzert in der Markthalle. „200 Karten haben wir schon verkauft“, freut er sich.
Auf der Bühne werden ausschließlich lokale Musiker stehen – viele von ihnen Newcomer. „Ich wollte Künstlern eine Chance geben, die kein großes Label im Rücken haben“, sagt Giesecke. Außerdem hätten alle namhaften Hip-Hopper nicht auf die Gage verzichten wollen. Und genau das ist Voraussetzung, denn mit den Einnahmen will Giesecke das Kinderhospiz Sternenbrücke unterstützen. Auf die Einrichtung, die sterbenskranke Kinder und ihre Familien betreut, kam der hauptberufliche Maschinenführer über einen ehemaligen Kollegen. „Er war als Kind an Krebs erkrankt und kam ins Hospiz. Gott sei Dank hat er die Krankheit überlebt“, erzählt er.
Unterstützung bei der Organisation und auch auf der Bühne bekommt Gieseke von seinen Rapper-Kollegen Big George, Twice, M.A. und Koup. Die Musiker, die ihr Geld alle mit anderen Berufen verdienen, sind in der selben Nachbarschaft aufgewachsen. Sie lernten sich über die Musik kennen und spornten sich damals gegenseitig an, weiterzumachen. Mit dem Konzert wollen die Fünf die Neugrabener Hip-Hop-Szene bekannter machen. Giesecke: „Gangsta-Rap aus Neuwiedenthal und Neugraben kennen viele. Aber deutschen Hip-Hop von hier noch nicht.“
Mit Gangsta-Rap und bösen Buben wie Bushido können er und seine Kumpel nichts anfangen. Ihre Texte handeln nicht von Gewalt und Hass auf Frauen und Homosexuelle. „Ich singe über die Höhen und Tiefen in meinem Leben und bin da sehr ehrlich“, sagt der Hip-Hopper. „Unsere Texte sind aber auch ironisch und locker. Wir können uns selbst auf die Schippe nehmen“. Schließlich soll das Publikum bei den Konzerten ja Spaß haben. Giesecke: „Wir zeigen, dass Hip-Hop für etwas Positives steht.“



„Straight 4 Tha Kidz – Hamburg HipHop Jam“
Markthalle/Marx, Klosterwall 11
Freitag, 16. August, Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Karten: fünf Euro im Vorverkauf (zuzüglich Gebühren), acht Euro an der Abendkasse Vorverkaufskarten können direkt in der Markthalle gekauft oder bei Marcel Giesecke per E-Mail bestellt werden:
johnnyg.life@gmx.de
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