Plastik in den Meeren - Was soll das?

Prof. Dr. Mojib Latif in der Tu-Tech Harburg. (Foto: www.aus-suederelbe.de)

"Entweder kriegen wir das auf die Reihe oder wir fahren den Planeten gegen die Wand", war die Antwort von Prof. Dr. Mojib Latif auf eine Zuschauerfrage, die ein Zuschauer seines Vortrages in der Tu-Tech Harburg stellte.

Der aus Funk- und Fernsehen bekannte Autor wird nicht Müde, sich für die Natur und Umwelt einzusetzen. In seinem Vortrag zum Thema "Das Ende der Ozeane, warum wir ohne die Meere nicht überleben werden" geht der Meteorologe und Klimaforscher auf die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik ein. Zwar zerkleinere sich das Plastik in den Meeren relativ schnell, aber es bleibe als Mikroplastik - für das menschliche Auge kaum sichtbar - im Wasserkreislauf.

Mehr als 12 Millionen Tonnen verschmutzen die Meere und es sei eine Aufgabe der Ingenieure, die nötigen Techniken zu entwickeln um wenigstens einen kleinen Teil des Plastik abfischen und einer Verwertung zufügen zu können. Wirklich helfen könne nur ein klares Verbot aus den Reihen der Politik. Früher sei man auch ohne Plastik ausgekommen.

Prof. Dr. Latif stellte einige gefährdete Meeresbewohner vor, die allesamt schon jetzt unter der Plastikflut leiden, etwa indem sie Plastik fressen und einer daraus resultierenden Vergiftung erliegen. Darunter auch "Leder-Schildkröten", die vor Millionen Jahren zu Zeiten der Dinosaurier schon genauso entwickelt waren wie jetzt. 30 Jahre Plastikmüll in den Meeren haben dafür gesorgt, dass der Bestand dieser Schildkrötenart stark gefährdet ist. Den Menschen aufzuklären und die Schönheiten der Meere zu zeigen, liege ihm am Herzen. "Was man liebt, das schützt man", ist sich Prof. Dr. Latif sicher.

Das Ende der Ozeane. Warum wir ohne die Meere nicht überleben werden. Herder Verlag 2014, 240 S. ISBN 978-3-451-31237-3
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