Pannenserie geht weiter

Im Februar schauten  Dr. Frank May, Head of Heat Operations Hamburg, Hubertus Altmann, Vorstand Generation, und Dr. Karsten Schneiker, Leiter Kraftwerk Moorburg, gespannt zu, wie der erste Block Strom fürs Netz produziert. Jetzt hat sich gezeigt, es gibt Schäden am Dampferzeuger. (Foto: vattenfall)

Kohlekraftwerk Moorburg: Dampferzeuger ist beschädigt

Moorburg – Im Februar liefert er zum ersten Mal Strom: der erste Kraftblock im Steinkohlekraftwerk Moorburg. Jetzt stellte sich bei Messungen heraus: Der Dampferzeuger ist beschädigt. Er soll bis Juli repariert werden.

Was ist kaputt?
Viele sogenannte Heizflächenrohre haben Risse von einigen Millimetern Länge in der Nähe der Schweißnähte.

Wie ist das aufgefallen?
Block B ging am 28. Februar zum ersten Mal ans Netz und lieferte Strom. Dabei wurden Messungen gemacht, die mittlerweile ausgewertet wurden.

Woher kommen die Risse?
Weiß man nicht. Vattenfall sucht nach den Ursachen.

Was passiert jetzt?
Die geschädigten Bereiche werden herausgetrennt und durch neues Material ersetzt.

Wie lange wird das dauern?
Bis Juli 2014.

Mit welche Auswirkungen?
Während der Reparaturarbeiten wird die Anlage nicht in Betrieb sein. Die kommerzielle Inbetriebnahme des Kraftwerkes verzögert sich entsprechend um voraussichtlich vier Monate. Block B wird frühestens Ende Dezember, Block A im ersten Quartal 2015 den Dauerbetrieb aufnehmen. Damit hinkt Vattenfall wieder seinem Zeitplan hinterher. Ursprünglich sollte der erste Block des Kraftwerkes 2012 in Betrieb gehen, der zweite ein Jahr später folgen.

Warum produziert das Kraftwerk noch immer keinen Strom?
Im Frühjahr 2011 wurden Haarrisse an den Schweißnähten der Dampfkessel festgestellt. Gut zehn Prozent des Kesselstahls mussten ausgetauscht werden. Die Inbetriebnahme wurde mehrfach verschoben.
Im Juni 2013 wurde zum ersten Mal der Brenner gezündet. Eine dunkle, stinkende Wolke zog über Moorburg. Einige Anwohner klagten über Kopfschmerzen, Atemnot und Übelkeit.
Ebenfalls im Sommer des vergangenen Jahres musste der Hybridkühlturm ausgeschaltet werden. Man fand Legionellen im Kühlwasser.
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