Panik in Hausbruch

Mann fuchtelt mit einer Pistole herum und droht, sich an den Bahngleisen zu erschießen

Stefan Mrochem, Hausbruch - Die Cuxhavener Straße war gesperrt. Busse fuhren nicht mehr, S-Bahnen und Züge auch nicht. Der Süden Hamburgs war vom Rest der Welt abgeschnitten. Die Bewohner erlebten in Hausbruch und Neugraben einen Vormittag der Panik: Ein Unbekannter stand an den Bahnschienen, fuchtelte mit seiner Pistole herum.
„Mama, komm nicht nach Hause! Bleib, wo Du bist!“ Aufgeregt alarmierte eine Tochter ihre Mutter, die bei Freunden im Fischbeker Holtweg zu Besuch war. Alles, was die besorgte Tochter wusste: Ein bewaffneter Mann stand an den S-Bahngleisen in Hausbruch und fuchtelte mit einer Pistole herum. Schüsse sollten bereits gefallen sein.
Das Drama beginnt kurz nach 9 Uhr vormittags: Der Unbekannte kommt in eine Tankstelle an der Neuwiedenthaler Straße, kauft Mineralwasser. Dann legt er einen Zettel auf die Theke: Er will verhaftet werden, wartet an den Gleisen auf die Polizei. Dann geht er Richtung Cuxhavener Straße.
Die Polizei rückt an, sieht den Mann an den Gleisen. Er hält sich eine Pistole an den Kopf. Sofort riegelt die Polizei Straße und Schienen ab, nichts geht mehr. Keine Züge, keine Busse, keine Autos fahren mehr. Das Mobile Einsatzkommando (MEK) rückt an, denn der Mann scheint unberechenbar. Wird er auf die Polizisten schießen? Will er sich selbst töten?
Geschützt von einem festen Schild, spricht ein Psychologe immer wieder mit dem 26-Jährigen, versucht, ihn von seinem Vorhaben abzubringen.
Er ist erfolgreich: Gegen13.15 Uhr gibt der Pistolen-Mann auf. Er wird dem psychatrischen Notdienst übergeben. Die
Pistole war eine Schreckschuss-waffe.
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