Noch mehr Gegenwind für Rewe an der Cuxe

So könnte der Rewe-Markt an der Ecke Cuxhavener Straße/Bauernweide aussehen. (Foto: itw Zietz Planungs- und Verwaltungsgesellschaft)

Handels- und Handwerkskammer sollen sich gegen die Ansiedlung des Supermarkts auf dem Rubbert-Gelände ausgesprochen haben

von Marion Göhring, Neugraben
Nun kommt es für die Rewe-Pläne in Neugraben ganz dick: Nach Informationen des Wochenblatts haben sich sowohl die Handelskammer als auch die Handwerkskammer gegen die Einrichtung eines Supermarkts im Autohaus Rubbert ausgesprochen. Bisher sind die Stellungnahmen der beiden Hamburger Interessenverbände nicht öffentlich, deshalb gibt es noch keine Bestätigung aus dem Bezirksamt.
Rewe will wie berichtet möglichst schnell in dem Autohaus an der Ecke Cuxhavener Straße/Bauernweide einen neuen Lebensmittelmarkt eröffnen – knapp anderthalb Jahre nachdem die Filiale im Süderelbe-Einkaufszentrum aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben worden ist. Bisher schien die politische Mehrheit für diesen Plan gesichert. SPD, CDU und FDP stimmten dem Verfahren für einen neuen, maßgeschneiderten Bebauungsplan zu, der das ausdrückliche Verbot von Einzelhandel an dieser Stelle aufheben würde.
Doch schon bei einer öffentlichen Informationsveranstaltung im Gymnasium wurde deutlich: Eine breite Mehrheit lehnt eine Sonderregelung für Rewe ab. Der ehemalige Harburger Bezirksamtsleiter Helmut Raloff (SPD) brachte es auf den Punkt: „Wir würden einen neuen Rewe-Markt in Neugraben sehr begrüßen. Aber nicht an dieser Stelle.“ Ein Lebensmittel-Vollsortimenter im Autohaus Rubbert würde Kunden aus dem Neugrabener Zentrum abziehen.
Ähnlich soll auch die Handelskammer in ihrer Stellungnahme argumentieren. Die Handwerkskammer dagegen sorgt sich vor allem um den Verlust von Gewerbeflächen mit guter Verkehrsanbindung und hoher Frequenz, sollte die Rubbert-Immobilie für den Einzelhandel freigegeben werden. Außerdem: Nach Ansicht der Handwerkskammer würde sich „die Angebotsqualität im eigentlichen Neugrabener Zentrum verschlechtern“.
Inzwischen hat der SPD-Dis-trikt Neugraben/Fischbek einstimmig beschlossen, einer Auslegung des neuen B-Plans vorerst nicht zuzustimmen.
Distriktsvorsitzender Arend Wiese: „Uns liegen die Stellungnahmen von Handelskammer und Handwerkskammer noch nicht vor. So können wir nicht entscheiden.“ Grundsätzlich würde der SPD-Distrikt aber einen neuen Rewe-Markt in Neugraben begrüßen.
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