Nicht ärgern, meckern!

Sichtlich gute Laune hat die Neuwiedenthaler Seniorin Ursel Hörnig, während sie als „Baumeisterin“ das Neuwiedenthaler Stadtteilmodell maßstabsgetreut um Häuser ergänzt.

Im Stadtteilbüro sind Vorschläge, wie Neuwiedenthal schöner werden kann, willkommen

Neuwiedenthal - Ursel Hörnig baut Häuser, auch Hochhäuser. Dazu schneidet sie die auf dickem Papier vorgezeichneten Umrisse erst einmal aus und klebt sie sorgfältig zusammen, um sie dann mit einem extra dicken Klebetropfen auf den knapp 20 Quadratmeter großen Stadtplan von Neuwiedenthal an genau die richtige Stelle zu stellen. Die Seniorin engagiert sich im Stadtteilbüro Neuwiedenthal, um „ihren“ Stadtteil schöner und lebenswerter zu machen. „Ich bin häufig hier“, sagt die
rüstige Dame.
Zum ersten Mal hingegen ist Angelika Rinus mit ihrem Mann ganz spontan während des Einkaufens ins Stadtteilbüro gekommen. Ihr liegt die Umgestaltung der Neuwiedenthaler Straße zwischen Rehrstieg und dem Supermarkt am Herzen. Sie beugt sich über das große Stadtteilmodell und zeigt das Teilstück der Straße. „Die Beete, die die Straßenseiten trennen, wurden neu angelegt – einmal Stein, einmal Rasen im Wechsel. Immer wieder liegen Steinchen auf der Straße. Fährt ein Auto drüber, spritzen sie auf die andere Fahrbahn. Da kann ein Auto kaputt gehen“, bemängelt Rinus.
Ihre Kritik wird von Christian Diesener, einer von drei Mitarbeitern der Lawaetz-Stiftung hier im Stadtteilbüro, für die geplante Umgestaltung Neuwiedenthals notiert. Dafür stehen aus dem „Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung“, kurz RISE, zum Jahr 2019 Gelder zur Verfügung.
Ein erster Erfolg kann schon verzeichnet werden. Die junge Neuwiedenthaler Mutter Bianca Kevioglu berichtet stolz: „Wir 15 Mamis vom Tunnelrutschen-Spielplatz waren auf der Suche nach einem Raum, in dem wir und unsere Kinder uns treffen können. Jetzt haben wir ihn und treffen uns im Quellmoor 17.“
Doch die Frauen haben nicht viel Geld, den Raum einzurichten. Gebietsentwicklerin Rixa Gohole-Ahrens: „Die Erstausstattung des Raums und einen Teil der Betriebskosten haben wir beim Verfüngungsfonds beantragt.“ Aus dem Fonds, der mit 20.000 Euro ausgestattet ist, werden kleinere, in sich abgeschlossene Projekte im Stadtteil bezuschusst. Über die Verwendung des Geldes entscheidet der Quartiersbeirat.


Stadtteilbüro
Neuwiedenthal
EKZ Galleria/ Pavillon 1
Rehrstieg 20
Tel. 18 19 18 57
Sprechstunde: di, 16-18 Uhr
Treffen am Stadtteilmodell: 
Freitag, 14. Februar
10 - 16 Uhr
Dienstag, 18. Februar
15 - 19 Uhr
Entwicklungskonferenz
Freitag, 21. Februar
15.30 bis 20 Uhr
Aula, STS Süderelbe
Neumoorstück 1
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