Neugrabens schönste Hühner

Mit seinen Prachthühnern fährt Reiner Dettmann sechs Mal im Jahr zu Geflügelschauen in ganz Norddeutschland und kommt mit vielen Auszeichnungen nach Neugraben zurück.

Reiner Dettmanns Zwerg Wyandotten gewinnen seit Jahren auf Geflügelschauen Preise

Das Geheimnis seiner schönen Hühner ist ihr Futter, davon ist Reiner Dettmann überzeugt. Um die Getreidemischung zu besorgen, die das Gefieder seiner Zwerg Wyandotten so schön zum Glänzen bringt, fährt der Züchter aus Neugraben bis nach Bremen. Der weite Weg lohnt sich: Über 70 Ehrenbänder und unzählige Pokale haben seine schwarzen, blauen und gelb-schwarz-columbia-farbenen Tiere bisher auf Geflügelschauen in ganz Norddeutschland gewonnen.
Seit Ende der 70er Jahre laufen Hühner in Dettmanns großem Garten am Rand der Fischbeker Heide herum. „Zuerst hatte ich eine Herde, das ist ein Hahn mit vier Hennen“, erklärt er. Damals hatten der Neugrabener und seine Frau auch einen Schäferhund, vier Katzen und mehrere Heidschnucken. „Für die Tiere ist das hier eine gute Umgebung. Sie fühlen sich wohl“, sagt der ältere Herr. Die Heidschnucken zu versorgen, wurde dem gelernten Kaufmann neben seinem Beruf jedoch auf Dauer zu viel. Die Hühnerzucht sei weniger aufwendig. „Die Hennen und Hähne brauchen nur morgens Futter und Wasser, und ein Mal die Woche muss man den Stall ausmisten“, erklärt er.
Mit der Zucht hat Dettmann 1988 begonnen, als er dem „Nutzgeflügel-Zuchtverein Klecken“ beitrat. Seitdem versucht er, die Rasse seiner Hühner so zu erhalten, wie sie schon zu Urzeiten war. „Es geht nur nach Schönheit und Vitalität“, betont der Züchter. „Sie sind kein Wirtschaftsgeflügel.“ Über täglich frische Eier freue er sich natürlich trotzdem. Die Essen seine Frau und er gerne, die Tiere dagegen nie. Bis vor kurzem doch mal ein Hahn auf den Tisch kam. „Hat gut geschmeckt“, gibt Dettmann zu. Eines der Hühner selbst zu töten, würde er aber nicht übers Herz bringen. Auch wenn das eigentlich bei der Zucht dazu gehöre, wie der Mann mit dem sanften Lächeln sagt. Er kümmert sich so liebevoll um seine 20 Hennen und Hähne, als wären sie seine Kinder. „Früher hatte jedes einen Namen“, erzählt Dettmann. Das sei aber schon lange her.
Seine Hühner dürfen den ganzen Tag frei im Garten herumlaufen. Nur nachts müssen sie in den Stall – als Schutz vor Füchsen und Habichten. Insgesamt drei geräumige Ställe stehen in Dettmanns Garten. In dem kleinsten piepsen zurzeit 50 Küken um die Wette. „Die sind jetzt drei Wochen alt“, erklärt der Züchter. Sechs Monate wird es dauern, bis ihr Federkleid voll ausgebildet ist. Dann verkauft und verschenkt Dettmann etwa drei Viertel der Jungtiere. Die Schönsten behält er und hofft, mit ihnen weitere Auszeichnungen zu ergattern.
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