Neugraben gibt es schon ein halbes Jahrtausend

Der Neugrabener Bahnhof zu Ende des 19. Jahrhunderts. (Foto: Fotoarchiv Süderelbe)

Am Sonnabend, 25. Juni, wird das 500. Jubiläum ganz groß gefeiert

Wittenburg/Istel, Neugraben – In einer Gerichtsakte von 1553 wird erstmals der Name des Bauern Gödeke Tiedemann erwähnt. Er erklärte damals vor Gericht, dass er seit 37 Jahren in Neugraben lebt. Somit stand das Gründungsjahr des Ortes nachweislich fest! Wer war der Mann? Welche Berufe sind seit der Erstbesiedelung im Jahr 1516 ausgeübt worden? Nicht nur Antworten auf diese Fragen, sondern auch reichlich Spiel und Spaß bietet das His-torische Sommerfest „500 Jahre Neugraben“ am Sonnabend, 25.Juni.
Auf dem Volksfest für Groß und Klein wird an zwölf Ständen die Historie des Stadtteils wieder belebt und anschaulich gemacht. Dazu werden ein Dutzend Zelte und Pavillons rundum eine große Bühne für Musik- und Theateraufführungen platziert.

Das Fest bietet Geschichte zum Anfassen


Eine Theatergruppe spielt die oben genannte historische Gerichtsverhandlung nach. Außerdem gibt es ein Klassenzimmer, wie es zur Jahrhundertwende ausgesehen hat. Im „Störtebeker“-Zelt wird Goldsieben für Kinder geboten. Ein Kolonialladen von 1890 wird aufgebaut, und auch die damals neue Eisenbahnlinie nach Neugraben und der dazugehörige Bahnhof im Jahr 1891 werden Thema sein. Bäuerliches Leben wird gezeigt, und die Landsknechte präsentieren sich in typischer Kleidung für die damalige Zeit. Jede Station ist mit Hilfe des Archäologischen Museums Hamburg mit den historischen Fakten abgeglichen.
Mit viel Energie und Liebe fürs Detail haben Jan Pastoors und Stephan Kaiser vom „Kulturhaus Süderelbe“ das Sommerfest für die ganze Familie geplant und vorbereitet. Neben vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die das Projekt nicht hätte umgesetzt werden können, hatten die beiden auch professionelle Hilfe von Requisitenhersteller Kai Schulz: „Geschichte zum Anfassen, das ist unser Ziel!“
Finanziell unterstützt wird „500 Jahre Neugraben“ vom Bezirksamt Harburg, von der
Saga/ GWG-„Stiftung Nachbarschaft“ und den Stadtteilberäten Neuwiedenthal und Neugraben.


Kurzübersicht
Zwölf Stände mit historischen Themen:
- Frühe Besiedelung der
Region und Ausgrabungen am Falkenberg;
- Erste urkundliche
Erwähnung Neugrabens;
- Mythos Störtebeker auf dem Falkenberg? Kinder- und Familien-Spaßbereich;
- Holzraub, Holzfällerlager der Pfadfinder;
- Landsknechtslager;
- Grenzsteine der Region, Steinmetz-Arbeiten;
- Bäuerliches Leben;
- Kolonialwaren und
Industrialisierung;
- Alte Schule –  ein Blick ins historische Klassenzimmer mit Schreibunterricht und
Fotowand;
- Neugraben und die NS-Zeit; - Zivilcourage ist gefragt;
- Das Wirtschaftswunder;
- Die Entwicklung vom Dorf zum Stadtteil – Rückblick und Ausblick WIT
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