Neuer Eingang zum Vogelkamp

Einer der beiden Siegerentwürfe: So sehen HPP Architekten den Eingang zum Vogelkamp. (Foto: Grafik: HPP)

Wettbewerb: Es gibt zwei Siegerentwürfe, wie der Eingangsbereich des Vogelkamps gestaltet werden könnte

Andreas Göhring, Neugraben – Das neue Quartier Vogelkamp soll eine eigene Identität bekommen, auch von außen deutlicher wahrgenommen werden. In einem Wettbewerb wurden Möglichkeiten gesucht, den Eingang zum Quartier architektonisch zu betonen.
Die Ergebnisse liegen jetzt vor. Das Preisgericht unter Vorsitz des Hamburger Architekten Ole Flemming hat die Entwürfe der Büros HPP Architekten und Nieto Sobejano Arquitectos einstimmig zu Siegern gekürt. „Beide Entwürfe entwickeln ein repräsentatives und hochwertiges
Gebäudeensemble und schaffen einen identitätsstiftenden Quartierseingang“, sagt Flemming.
Die Pläne der Architekten Hentrich - Petschnigg & Partner sehen einen großzügigen öffentlichen Platz mit einem zentralen Empfangsgebäude sowie zwei flankierenden Wohngebäuden vor. Insgesamt können 70 neue barrierefreie Wohnungen sowie ein Supermarkt im westlichen Gebäude entstehen. Im zweigeschossigen Gebäude sind Nutzungen für Büro und Dienstleis-tungen geplant.

„Die Kosten hätte man sich schenken können“

Nieto Sobejano Arquitectos sehen dagegen zwei identische, gespiegelte Wohngebäude vor, die einen neuen städtischen Platz als Quartierseingang einfassen. Insgesamt können bei diesem Entwurf neben Büronutzungen, die in ihren Grundrissen flexibel sein können, 48 neue Wohnungen entstehen. Anwohner und Besucher sollen die repräsentative Plaza auch als Aufenthaltsort mit gastronomischem Angebot nutzen können.
Verblüffend: Vor knapp zwei Jahren hatte das Harburger Büro Stein Plan & Werk für seinen Entwurf des Quartierseingangs längst den Zuschlag bekommen. „Die neuen Entwürfe sind nahezu identisch mit unseren Plänen: zwei Hochhäuser und ein Aufgang zur S-Bahn, Wohnungen und Läden“, sagt Stein. Den neuen Wettbewerb und die Kosten hätte man sich schenken können.
Zur Überraschung der Bezirkspolitiker hatte Harburgs Baudezernent Jörg Penner Stein den Auftrag kurzfristig entzogen – wegen einer angeblichen Terminüberschreitung. Das hat Stein aber anhand von Dokumenten widerlegt.
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