Neuenfelde: Grünes Licht für neue Ärztin

In diesem Haus in der Hasselwerder Straße wird die neue Ärztin ihre Praxis eröffnen. (Foto: Annekatrin Buruck)
Hamburg: Neuenfelde |

Cranzer Arzt zieht Einspruch zurück – Allgemeinmedizinerin Bettina Marks will Praxis in Neuenfelde am 1. November eröffnen

Das Drama um die neue Ärztin für Neuenfelde ist endlich beendet: Nach monatelangem Hin und Her hat der Zulassungsausschuss – ein Gremium aus Ärzten und Vertretern der Krankenkassen – endgültig grünes Licht für die Praxiseröffnung in Neuenfelde gegeben.
Zum Hintergrund: Nachdem der Ausschuss bereits im Frühjahr dem Antrag auf Sonderzulassung zugestimmt hatte und damit der Weg für eine zusätzliche Hausarztstelle in Neuenfelde frei machte, legte der Cranzer Allgemeinmediziner Martin Schittek, mit seinem Einspruch das Verfahren vorerst lahm. Schittek war der Meinung, die Region Cranz/Neuenfelde/ Francop sei ausreichend mit Ärzten versorgt und bezweifelte die Wirtschaftlichkeit einer weiteren Praxis. Nun hat er seinen Widerspruch zurückgezogen.
„Jetzt kann die Ärztin loslegen!“, freut sich Barbara Heidenreich, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Allgemeinmedizinerin Bettina Marks aus Finkenwerder habe nun ein Vierteljahr Zeit, um alle Vorbereitungen für die Eröffnung zu treffen. Einen Standort für ihre Praxis hat Marks in einem der leerstehenden Häuser in der Hasselwerder Straße bereits gefunden. „Jetzt muss das Haus noch umgebaut werden“, erzählt die Ärztin. „Ich hoffe, dass ich am 1. November eröffnen kann.“
Manfred Hoffmann von der Bürgervertretung Neuenfelde-Francop-Cranz und Horst Basner vom Arbeitskreis dritte Meile Altes Land freuen sich, dass der Weg für Marks nun endlich frei ist. Jetzt müssten nur noch die Neuenfelder Bürger mitziehen. Basner: „Wir hoffen, dass sie die neue Ärztin annehmen.“
Die beiden Neuenfelder kämpfen seit langem für einen zweiten Hausarzt in ihrem Heimatort. Zurzeit praktiziert dort nur der 69-jährige Dr. Khalid Al-Khalidy, und er wird in absehbarer Zei in den Ruhestand gehen. Hoffmann und Basner hoffen, dass sich für ihn ein Nachfolger findet. „Neuenfelde braucht zwei Ärzte“, ist sich Basner sicher. Momentan führen viele Bewohner zu Ärzten in die umliegenden Stadtteile, besonders für die Älteren sei das jedoch eine große Belastung.
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