Neue Ideen für die Seevepassage gesucht

Das Seeveviertel im Herzen der Harburger City - ein Quartier mit Problemen. (Foto: Rieckhof)

Fünf Planungsbüros sollen Vorschläge entwickeln - Bürger sind zu den drei Gesprächsrunden eingeladen

Olaf Zimmermann, Harburg – Die Seevepassage liegt mitten in der Harburger City. Der öffentliche Raum wirkt abgelebt und ungepflegt, manche Ecken dienen als Freiluftklo. Der Beton-Treppenturm am Adese-Markt ist 30 Jahre lang nicht gepflegt worden und hat den Charme einer grün-verspakten Tropfsteinhöhle. Mehrfach wurden Anläufe unternommen, die Attraktivität zu steigern. Vergeblich. Das soll jetzt anders werden.

Was ist geplant? Die Seevepassage soll, so heißt es im Verwaltungsdeutsch, „aufgewertet“ werden. Ein besonderes Ziel liegt darin, Passanten dazu zu bewegen, aus dem Phoenix-Center hinaus in die Fußgängerzone zu gehen. Fünf Planungsbüros sollen Ideen aufzeigen und Vorschläge machen.

Gibt’s überhaupt Geld, um die Pläne umzusetzen? Ja. Phoenix-Center Betreiber ECE hat sich – im Gegenzug für die Genehmigung zur Erweiterung des Centers - verpflichtet, Geld für die „Attraktivitätssteigerung der Seevepassage“ bereitzustellen.

Wird nur hinter verschlossenen Türen geplant? Nein. Es gibt im Rieckhof, Rieckhoffstraße 12, drei Gesprächsrunden, an denen jeder teilnehmen kann. Am 12. April sollen die beteiligten Planungsbüros umfassend informiert werden. In der zweiten Runde am 25. Mai werden die Planer erste Ergebnisse vorstellen. Endgültige Ergebnisse werden am 15. Juli präsentiert und diskutiert. Eine Jury kürt den Siegerentwurf.
Wer zu den Veranstaltungen im Rahmen des Gutachterverfahrens eingeladen werden möchte, kann sich bei der zuständigen Projektleiterin Kornelia Ott unverbindlich per E-Mail unter kornelia.ott@harburg.hamburg.de anmelden.

Wer gehört zum Preisgericht?
Das Preisgericht besteht aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern und setzt sich aus einem Landschaftsplaner und Städtebauer, Vertretern der Verwaltung, einem ECE-Vertreter sowie Kommunalpolitikern zusammen.

Wie geht’s weiter, wenn im Juli der siegreiche Entwurf vorliegt? Nach Abschluss des Verfahrens wird die Jury eine schriftliche Empfehlung zur weiteren Entwicklung und Bearbeitung der Entwurfsaufgabe abgeben. „Es ist vorgesehen, die Preisträger des Gutachterverfahrens mit der Ausführung zu beauftragen und die Maßnahmen zeitnah in Kooperation mit dem Bezirksamt Harburg umzusetzen“, sagt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak.

Stellungnahme Jörn Hansen
Rieckhof-Geschäftsführer Jörn Hansen hat den Niedergang der Seevepassage 30 Jahre lang aus nächster Nähe erlebt. „Ich sehe in dem inhaltsreich angelegten Gutachterverfahren eine große Chance, die Seevepassage nicht nur neu zu denken, sondern gemeinsam mit allen Beteiligten endlich realistische Maßnahmen auf den Weg zu bringen“, sagt er.
„Die Seevepassage ist dabei nicht nur ein Scharnier zwischen Phoenixcenter und
Lüneburger Straße, sondern darüber hinaus ein eigenständiger Erlebnisraum mit viel Potenzial. Wir brauchen das Engagement der Eigentümer und der Stadt, um das Seeveviertel 30 Jahre nach Fertigstellung den heutigen Bedürfnissen anzupassen.“
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