Neue Hoffnung für Sietas

Die Belegschaft der Sietas Werft ist von einst 400 auf zurzeit nur noch 150 Mitarbeiter geschrumpft. 123 haben in eine Transfergesellschaft gewechselt und werden für andere Jobs qualifiziert.

Chinesischer Konzern ZPMC zeigt Interesse an der insolventen Werft

Gute Nachrichten aus Neuenfelde: Der Großkonzern ZPMC aus Shanghai hat Interesse gezeigt, die insolvente Sietas Werft zu kaufen. Nachdem bereits Vertreter der Werft in China waren, wird nächste Woche eine Delegation aus China Neuenfelde besuchen, um sich vor Ort ein Bild zu machen, bestätigt Sietas-Sprecher Cord Schellenberg. Sollte das Unternehmen dann ein Übernahmeangebot vorlegen, könnte das die Rettung für die Neuenfelder Traditionswerft bedeuten.
ZPMC ist Weltmarktführer im Bau von Containerbrücken und fertigt Schwergutschiffe an, um die Brücken an Häfen weltweit auszuliefern. Die Chinesen interessieren sich besonders für die Erfahrung von Sietas im Bereich Schwerguttransport, aber auch für das neue Offshore-Windkraft-Errichterschiff. „Eine Idee ist, dass Sietas in Neuenfelde Prototypen entwickelt, die dann in China in Serie gehen könnten“, sagt Schellenberg.
Zurzeit sind auf der Werft noch 150 Arbeiter beschäftigt. Sie stellen den Betrieb sicher, während das Windkraft-Errichterschiff Aeolus ausgerüstet und komplettiert wird. „Es ist wichtig, dass man die Werft im laufenden Betrieb zeigen kann“, betont Schellenberg. Seitdem Sietas im Februar 2012 Insolvenz angemeldet hat, versucht Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann, einen Käufer für das 1635 gegründete Unternehmen zu finden. Viel Zeit bleibt Brinkmann nicht mehr. Anfang 2014 sollten alle Arbeiten an der Aeolus abgeschlossen sein. Gibt es keine neuen Aufträge, stehen spätestens dann in Neuenfelde alle Maschinen still.
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3 Kommentare
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Martin McKran aus Altona | 08.10.2013 | 21:36  
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Anna Sosnowski aus Wilhelmsburg | 08.10.2013 | 22:13  
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Martin McKran aus Altona | 09.10.2013 | 19:13  
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