Neue Flüchtlingsunterkunft in Fischbek?

Auf dem Grundstück an der Cuxhavener Straße soll bald weiter gebaut werden. Aber was? Entweder werden Mini-Appartments oder Flüchtingsunterkünfte errichtet. (Foto: mag)

An der Cuxhavener Straße in Höhe Kiesbarg sollen Wohnungen entstehen –
einziehen sollen Flüchtlinge oder Studenten

Bernhard Bruno, Fischbek – Der Bauzaun steht seit knapp einem Jahr. Aber dahinter, auf dem 3.600 Quadratmeter großen Grundstück an der Cuxhavener Straße in Höhe Kiesbarg, hat sich seither nichts getan, nur das Unkraut sprießt. Die Sani-Gruppe wollte hier mal die erste Hamburger „SmartLodge“ bauen: preiswerte Mini-Wohnungen für Auszubildende und Studenten.
Sie war mit ihren Plänen schon mehrfach in vertraulichen Sitzungen des Regionalausschusses Süderelbe vorstellig geworden. Doch seit einigen Tagen macht ein anderes Gerücht die Runde: Die Sani-Gruppe hat angeblich der Hamburger Sozialbehörde angeboten, auf dem Grundstück an der „Cuxe“ Flüchtlinge unterzubringen.
Jetzt hat Carsten Schulz-Harbecke, SmartLodge-Projektleiter, diese Informationen auf Anfrage bestätigt: „Ja, wir überlegen auch, hier eine Unterkunft für Flüchtlinge zu bauen.“
Er legt allerdings Wert auf die Feststellung, dass es sich um eine „Folgeeinrichtung“ handeln würde – also um eine Unterkunft für Personen, die schon als Flüchtlinge anerkannt sind, also nicht um eine Zweigstelle der Zentralen Erstaufnahme für Flüchtlinge (ZEA). „Es ist noch nichts entschieden“, sagt Schulz-Harbecke. „Eine Entscheidung wird aber noch in diesem Monat fallen.“
Studenten-Wohnungen sind auch noch ‚‚möglich“
Es könne auch sein, dass die Sani-Gruppe auch ihre ursprünglichen Pläne verwirklicht. Diese sahen vor, 90 Appartements mit jeweils rund 28 Quadratmetern zu bauen. Jede Mini-Wohnungen soll mit Bett, Einbauschränken, Schreibtisch, Kochfeld, Kühlschrank, Mikrowelle, Spüle und Duschbad ausgestattet sein.
Sie sollen Studierenden und Auszubilden angeboten werden – zu einer bezahlbaren „Flatrate-Miete“: Sämtliche Nebenkosten wie Heizung, Wasser, Strom und Internetanschluss sollen darin enthalten sein.
Politik und Bezirksamt hatten diesen Plänen grundsätzlich schon zugestimmt – allerdings erst nach einer Änderung der Architektur. Zunächst sollte die Smart
Lodge aus einem Gebäude-
riegel bestehen. Das stieß aber auf wenig Gegenliebe. Daraufhin mussten die Architekten noch einmal ran.
Sie teilten den Riegel in zwei Gebäudeteile auf und verbanden sie mit einem gläsernen Empfangsbereich. Zu sehen war das bisher aber nur auf dem Papier.
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