Neue Allianz für Bildung

Maren Riepe (l.) von der Joachim Herz Stiftung und Antje Jacobs von der Stadtteilschule Neuwiedenthal leiten gemeinsam mit Edeltraud Broß (nicht im Bild) vom Mädchenclub Neuwiedenthal das Projekt „Heimspiel“.

Projekt Heimspiel soll Schulen und Einrichtungen in Neuwiedenthal zehn Jahre lang vernetzen

Drei Frauen, ein Ziel: Maren Riepe, Antje Jacobs und Edeltraud Broß wollen Neuwiedenthals Schulen, Kitas, Jugendhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen, also alle, die im Quartier im weitesten Sinne mit Bildung zu tun haben, zusammenbringen. Gemeinsam leiten die drei Frauen das Projekt „Heimspiel“, das auf zehn Jahre angelegt ist. „Es geht darum, dass die Menschen vor Ort Verantwortung für das Thema Bildung übernehmen“, sagt Antje Jacobs, Lehrerin an der Stadtteilschule Süderelbe.
Heimspiel ist seit August mit einem Büro in der Stadtteilschule, Neumoorstück 1, vertreten. Immer dienstags ist Maren Riepe von der Joachim Herz Stiftung hier von 9 bis 17 Uhr unter Tel. 76 96 93 01 erreichbar. Gemeinsam mit ihren beiden Kolleginnen steht sie Lehrern und Mitarbeitern verschiedener Einrichtungen mit Rat und Tat zur Seite. „Aber auch Eltern können sich an uns wenden. Wir sind sozusagen eine Vermittlungszentrale“, sagt Riepe. Egal, ob sie eine Hausaufgabenhilfe oder das passende Sportangebot für ihre Sprösslinge suchen. „Wir hören uns um und vermitteln einen Kontakt“, erklärt Jacobs und ergänzt: „Es geht darum, die vorhandenen Angebote zu nutzen.“ Als Lehrerin machte sie oft die Erfahrung, dass sich zum Beispiel bei schwierigen Kindern viele Einrichtungen einschalten, ohne von der Arbeit der anderen zu wissen. „Heimspiel“ will dafür sorgen, dass diese Einrichtungen besser zusammenarbeiten können, um dem Kind effizienter helfen zu können. „Die Idee ist letztlich, dass Kinder und Jugendliche optimal gefördert werden“, sagt Riepe.
Fünf Monate nach Projektbeginn gibt es bereits erste Erfolge zu vermelden. So haben 15 Stipendiaten der Joachim Herz Stiftung über „Heimspiel“ Kontakt zum „Kinderteller“ in der DRK-Kita im Stubbenhof und zur „Spieliothek“ im Stadtteilhaus aufgenommen, wo sie ehrenamtlich mithelfen möchten.
„Heimspiel“ wird von der Alfred Toepfer Stiftung und der Joachim Herz Stiftung mit 75.000 Euro im Jahr gefördert. Zudem gibt es für einzelne Projekte gesondert Geld. Der Bezirk Harburg, die Schulbehörde und die Sozialbehörde unterstützen das Projekt.
Die drei Organisatorinnen planen zudem eine Veranstaltungsreihe. Auftakt ist die Lokale Bildungskonferenz am 21. Februar (siehe Infokasten). Ab März folgen weitere Vorträge und Workshops zum Thema Inklusion.


Info:
Lokale Bildungskonferenz
Neugraben-Fischbek und
Neuwiedenthal-Hausbruch
am Donnerstag, 21. Februar,
von 17 bis 20 Uhr im BGZ Süderelbe, Am Johannisland 2-4
Anmeldung bis 13. Februar: beim BGZ-Centermanagement, Tel. 70 10 36 86,
info@bgz-süderelbe.de
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