„Neonazis haben hier nichts zu suchen!“

Jede Aktion gegen Rechts ist gut, finden Luise Görner (2.v.r.) und André Wander (r.). Sie unterstützen den Finkenwerder Aufruf der Initiative gegen Rechts, die von Rainer Elling (l.) und Helga Strassenmeyer (2.v.l.), sowie Jens Kröger, Änne Detels-Elling und Christian Sauerbeck gegründet wurde. (Foto: Annekatrin Buruck)

Neue Bürger-Ini gegen Rechts in Finkenwerder gegründet

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Um viertel nach elf hatten schon rund 150 Menschen aus Finkenwerder unterschrieben. „Das läuft total gut“, freut sich Jens Kröger, einer der fünf Gründer der „Finkenwerder Initiative gegen Rechts“. Gemeinsam sammeln sie Unterschriften gegen neofaschistische Gewalt und rechtes Gedankengut.
„Die Menschen sind sehr offen“, freut sich Helga Strassenmeyer, Mit-Gründerin der Initiative. Viele bleiben auf ihrem Weg zum Wochenmarkt an dem Stand am Steendiek stehen, dis-kutieren mit den Organisatoren und unterschreiben den Finkenwerder Aufruf, der zu Toleranz und menschenwürdigem Umgang miteinander mahnt.
Auch Hiltrut Hoffmeister unterschreibt. „Ich denke vor allem an meine beiden Enkeltöchter“, sagt sie. Die 11 und 13 Jahre alten Mädchen sollen ohne Angst vor Neonazis aufwachsen. Auch Helga Wekel trägt sich auf der Unterschriftenliste ein. „Nazis haben in diesem Land nichts zu suchen!“, betont sie, „daher finde ich jede Aktion gegen Rechts gut.“
Luise Görner und André Wander möchten ebenfalls ein Zeichen gegen Neonazis setzen. „Auf der rechtlichen Schiene ist ihnen ja nur schwer beizukommen“, bedauert Görner.
Auslöser für die Gründung der Initiative gegen Rechts war die Mordserie der neofaschistischen Gruppe NSU. „Es gibt eine Diskriminierung von Fremden im Alltag“, ergänzt Helga Strassenmeyer, „der Nährboden für rechtes Gedankengut ist immer noch da.“
Um hiergegen ein Zeichen zu setzen, haben die Initiatoren zuerst die Finkenwerder Vereine, Schulen, Kindergärten, Kirchen und Parteien aufgesucht und um ihre Unterschrift gebeten. „Hier sind wir offene Türen eingelaufen“, freut sich Gründungsmitglied Rainer Elling. Fast alle hätten unterschrieben. Noch bis Ende März will die Ini weiter Unterschriften sammeln: Am Sonnabend am Wochenmarkt und Freitagnachmittag vor Rewe. „Anschließend wollen wir das Ergebnis auf einer öffentlichen Veranstaltung bekannt geben und zusammen mit den Teilnehmern überlegen, was wir weiter gegen Rechts tun können“, erklärt Elling.
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