Natur und Meer sind seine Motive

Nach der Vorlage eines selbst geschossenen Fotos entsteht im Atelier von Werner Schulz zur Zeit das Blankeneser Treppenviertel in Großformat. (Foto: Annekatrin Buruck)

Werner Schulz malt und unterrichtet in Finkenwerder

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Für jeden Hamburger ist es sofort zu erkennen: Auf der ein mal 1,20 Meter großen Leinwand entsteht Stück für Stück das Blankeneser Treppenviertel. Gleich daneben liegt ein Foto desselben Motivs. Werner Schulz überträgt das, was er in Natura gesehen und fotografiert hat, auf die Leinwand. „Ich bin ein realistischer Maler“, erzählt der 1947 in Altona geborene Künstler. Er fährt durch seine norddeutsche Heimat, beobachtet genau und macht Fotos. „Dabei habe ich schon die ganze Nord- und Ostseeküste abgeklappert“, ergänzt er. Lange Jahre war er mit seiner Frau sogar mit dem eigenen Segelboot unterwegs, bis hinauf nach Dänemark.
Das spiegelt sich in seinen Motiven wider. Viel Maritimes ist dabei, aber auch zahlreiche Bilder von Finkenwerder, seine Heimat seit 1980. An der Emder Straße hat das Ehepaar Schulz zwei kleine Häuser gekauft und restauriert.
Neben der Acryl- und Aquarellmalerei gehören Radierungen zum Repertoire von Werner Schulz, der an der Hamburger Fachhochschule für Gestaltung studiert hat. Mit einer Radiernadel wird das Motiv auf eine Zink- oder Kupferplatte geritzt, die anschließend in ein Laugenbad gelegt wird. „Dann kann ich mit meiner Druckerpresse die Radierungen drucken“, erklärt Werner Schulz.
Seine Kunstwerke kann man auch an Orten bewundern, an die ein Laie niemals denken würde. So hat Schulz für den Nabu die Naturschutzinfohäuschen in der Fischbeker Heide, den Boberger Dünen und im Duvenstedter Brook ausgestattet. Neben Infotafeln hat er sogenannte Dioramen gestaltet. „Das sind Schaukästen, in denen die Tier- und Pflanzenwelt eines Gebiets für die Besucher plastisch dargestellt wird“, erklärt er.
Seit 25 Jahren gibt Werner Schulz sein Können außerdem in Malkursen weiter. „Einige von meinen Schülerinnen sind seit zehn Jahren bei mir“, freut er sich. Selbst malt Werner Schulz nicht mehr sechs bis acht Stunden am Tag, sondern zwei- bis dreimal die Woche, „immer wenn ich Lust habe“. Seine Bilder sind in diversen Ausstellungen zu sehen, unter anderem in der Galerie Deichstraße, aber auch immer wieder in Finkenwerder.
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