Name steht, Schilder noch nicht

Die Umgehungsstraße Finkenwerder soll „An der Alten Süderelbe“ heißen. (Foto: Rege)

Finkenwerder Umgehungsstraße heißt jetzt „An der Alten Süderelbe“ – Straßenschilder werden erst Ende Mai aufgestellt

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Gut Ding will Weile haben – ein guter Name auch. Das trifft jedenfalls auf die Umgehungsstraße Finkenwerder zu, die in Zukunft ‚An der Alten Süderelbe’ heißen soll. Das hatte der Regionalausschuss Süderelbe bereits im November letzten Jahres einstimmig beschlossen.
Doch auch vier Monate später sucht man neue Straßenschilder vergebens. Schuld daran ist ein offizielles bürokratisches Verfahren, das die Sache in die Länge zieht. „Der Vorschlag geht an das hamburgische Staatsarchiv, das für die Namensgebung der Straßen in Hamburg zuständig ist“, erklärt Achim Gerdts, Regionalbeauftragter für Süderelbe. Dort wird geprüft, ob es ähnliche Namen schon gibt, die zu Verwechslungen führen können. Auch andere Probleme müssen ausgeschlossen werden – zum Beispiel, wenn der Vorschlag sich auf betimmte Person bezieht, die muss nämlich seit mindestens zwei Jahren tot sein, oder die Schreibweise zu kompliziert ist.
Verschiedene Namensvarianten waren daher von vornherein ausgeschieden. „Altländer Straße oder Altländer Landstraße wäre ein guter Name gewesen“, fand Horst-Herbert Bassner, Sprecher des Arbeitskreises Dritte Meile Altes Land. Dem stimmte auch Manfred Hoffman von der Bürgervertretung Neuenfelde/Francop/Cranz zu. Vom Heimatverein Francop war der Vorschlag Blumensand gekommen – Blumensand ist der Name einer ehemaligen Flussinsel, auf der heute das Spülfeld liegt.
Eine Altländer Straße gibt es in Hamburg aber schon – in der Nähe des Hauptbahnhofs. Und der Name Blumensand ist bereits an eine Straße in Wilhelmsburg vergeben. Altländer Landstraße oder Altländer Chaussee gibt es zwar nicht, aber die Verwechslungsgefahr mit der Altländer Straße sei dennoch zu groß, hatte Ralf-Dieter Fischer, CDU-Vorsitzender in der Bezirksversammlung Harburg, schon im Vorweg erfahren. Mit dem Namen An der Alten Süderelbe können die meisten jetzt gut leben. „Das ist ein Kompromiss“, findet Manfred Hoffman.
Bis die Schilder aufgestellt werden, wird aber noch eine Weile vergehen. Hat das Staatsarchiv dem neuen Namen zugestimmt, muss noch der Senat seinen Segen geben. Im Bezirksamt Harburg rechnet man für Ende Mai oder Anfang Juni damit.
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