Nachbarschaftsbad sucht Helfer

Bäderland-Mitarbeiterin Michaela Bauer und Schwimmmeister Norbert Hampe hoffen auf gutes Wetter und viele Besucher. Mit einem Schwimmerbecken, das nur 19 mal 10 Meter groß ist, und einem angrenzenden Nichtschwimmerbecken von nur 8 mal 10 Metern, ist das 1951 eröffnete Freibad das kleinste der Stadt.

Förderverein „Unser Freibad Neugraben“ braucht Unterstützung für Kinderprogramm

Der Sommer kommt zwar nur langsam in die Gänge, doch das Programm des Freibads Neugraben steht schon lange fest. Das beliebte Mondscheinbaden, das Sommerfest und das Drachenfest wird es auch in dieser Saison geben, versichert Beate Pohlmann vom Förderverein „Unser Freibad Neugraben“. Sie übernahm Ende 2012 den Vereinsvorsitz und sucht jetzt Helfer, denn ihr Verein ist auf 30 Mitglieder geschrumpft, davon nur fünf Aktive. „Wir brauchen ein paar Leute, die Ideen und Zeit mitbringen und mit anpacken können“, sagt Pohlmann. Mehr Infos bekommen Interessierte auf der nächsten Mitgliederversammlung (siehe Infokasten).
Seit dieser Saison wird das kleine Nachbarschaftsbad von Bäderland geführt, dem Betreiber aller öffentlichen Hallen- und Freibäder in Hamburg. Schon vor vielen Jahren hatte das Unternehmen, damals Teil der Hamburger Wasserwerke, das kleinste Freibad der Stadt betrieben, 1987 jedoch aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Damals rettete eine Nachbarschaftsinitiative das beliebte Bad.
Vor diesem Hintergrund wurden im Stadtteil kritische Stimmen laut, als Bäderland die Freibadleitung jetzt wieder übernahm. Viele befürchteten zudem, das Bad könnte seinen Nachbarschaftscharakter verlieren. „Die Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet“, sagt Pohlmann. Bei den gestiegenen Eintrittspreisen hätte sie zwar schlucken müssen, doch dafür liefe die Zusammenarbeit bisher sehr gut. Bäderland zeige sich flexibel: Neben dem Kinderprogramm ist auch Schwimmunterricht geplant – obwohl es diese Angebote in keinem anderen Freibad gibt. „Neuwiedenthal ist besonders. Das hat man bei Bäderland begriffen“, sagt Pohlmann. Sie plant alle Veranstaltungen gemeinsam mit der Bäderland-Mitarbeiterin Michaela Bauer. „Es ist toll, dass der Verein da ist und wir von seiner Erfahrung profitieren können“, sagt Bauer. Sie ist in Neugraben aufgewachsen und kennt das Bad gut. „Ich war schon als Kind hier schwimmen“, erinnert sich Bauer.
Doch auch mit dem neuen Betreiber ist die dauerhafte Finanzierung des Freibads nicht gesichert. „Darüber, wie es nächste Saison weiter geht, wird jetzt mit dem Bezirk gesprochen“, erklärt Bäderland-Sprecherin Kirsten Morisse. Eines steht jedoch fest: Ohne Zuschüsse will auch Bäderland das defizitäre Freibad nicht betreiben. Für diese Saison stellte der Bezirk Harburg 100.000 Euro zur Verfügung.


Info:
Wer hilft mit?
Der Förderverein „Unser Freibad Neugraben“ organisiert das Kinderprogramm des Freibads. Als nächstes stehen das Mondscheinbaden, Sommerfest und Drachenfest auf dem Programm. Wer Lust hat mitzuhelfen, kann zur nächsten Mitgliederversammlung am Montag, 17. Juni, um 19 Uhr im Stadtteilhaus Neuwiedenthal, Stubbenhof 15, kommen. Mehr Infos gibt es bei Beate Pohlmann, der Vorsitzenden des Vereins, unter Tel. 0176/31 33 21 18. AS
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