Mütter wissen immer weiter!

Ruth Jacobs (l.) und Antje Hirt stellen schon mal das Flip-Chart für die Info-Veranstaltung zum Projekt Nachbarschaftsmütter auf.

Frauen können sich zu Nachbarschaftsmüttern ausbilden lassen, die Familien beraten

Neuwiedenthal – Wo ist der nächste Kinderarzt? Wo kann ich mich in Erziehungsfragen beraten lassen? Wie funktioniert das deutsche Schulsystem? Diese und viele weitere Fragen rund um das Leben im Stadtteil werden ab Januar nächsten Jahres die Nachbarschaftsmütter beantworten. Jetzt können Frauen aus Neuwiedenthal sich zur Nachbarschaftsmutter ausbilden lassen.

Was ist eine Nachbarschaftsmutter?
„Viele Mütter sagen schon heute, dass sie viel beraten. Mit der Ausbildung zur Nachbarschaftsmutter hier in der DRK-Kita Stubbenhof bekommen sie einen fundierten Hintergrund, mehr Wissen und als Beraterinnen mehr Anerkennung, insbesondere wenn sie in Schulen beraten“, erklärt Ruth Jacobs. Sie leitet gemeinsam mit Antje Hirt das Projekt „Nachbarschaftsmütter“.

Warum sind Nachbarschaftsmütter notwendig?
„Die Frauen erreichen die Familien im Stadtteil direkter als Institutionen, besonders, wenn in den Familien nicht so gut Deutsch gesprochen wird“, so Antje Hirt. „Die Nachbarschaftsmütter sollen Brücken bauen zwischen den Einrichtungen im Stadtteil und den hier wohnenden Familien. Oder beispielsweise zwischen der deutschen und der islamischen Kultur.“
Ruth Jacobs ergänzt: „Die Frauen werden sich nicht selbst um die Lösung der Probleme kümmern, sondern die richtigen Ansprechpartner vermitteln. Diese lernen sie in der Schulung kennen. Im Gegenzug erhalten Einrichtungen im Stadtteil mit Hilfe der Nachbarschaftsmütter neue Einblicke in kulturelle Hintergründe.“

Wer kann sich bewerben?
Alle Mütter aus dem Stadtteil. „Wünschenswert wären Frauen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund. Zum Verstehen und zur späteren Weitergabe der Kursinhalte ist es wichtig, dass die Teilnehmerinnen über gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift verfügen“, sagt Ruth Jacobs.

Wann geht´s los?
Die Schulung startet voraussichtlich am 23. September und endet am 18. Dezember. Kurszeiten: dienstags und donnerstags jeweils von 9.30 bis 13.30 Uhr. „Das ist genau die Zeit, in der das Kind in der Kita ist“, erklärt Jacobs. Die Teilnahme am Kurs ist kostenfrei. Das Projekt wird vom Spendenparlament, dem DRK sowie dem Stadtteilprojekt „heimspiel. Für Bildung“ der Joachim Herz Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. gefördert.

Nachbarschaftsmütter
Info-Veranstaltung: Donnerstag, 21. August, 10 Uhr
Die Teilnahme ist unverbindlich.
DRK-Kita Stubbenhof
Stubbenhof 20
Tel. 65 79 10 20
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.