Moorburgs Maulwürfe sind keine Fußballfreunde

Im Bezirk Harburg haben Maulwürfe offenbar ein Herz für Fußball. Zumindest blieben die Rasen-plätze weitgehend unbehelligt. (Foto: panthermedia)

Nur der Sportplatz in Moorburg wurde umgegraben - Bezirk setzt bei Maulwurf-Abwehr auf Bussarde

Olaf Zimmermann, Hamburg-Süd - Sie sind klein und niedlich, aber sie bringen Gartenfreunde und Platzwarte oft zur Verzweiflung: Tiere aus der Familie Taipa Europaea, besser bekannt als Maulwürfe. In Niendorf wurden Rasenplätze von Maulwürfen so umgegraben und unterhöhlt, dass dort kein Fußball mehr gespielt werden konnte. Prompt wurden die geschützten Tieren mit Kohlenmonoxid getötet. Die Umweltbehörde hatte die erforderliche Ausnahmegenehmigung erteilt.

Wie ist die Lage auf den Sportplätzen im Hamburger Süden? Wurde hier auch Gas eingesetzt?
„Auf den Rasenplätzen in Harburg haben wir dieses Problem nicht, beziehungsweise nicht in dem Umfang“, teilt Bezirksamtssprecherin Bettina Maak auf Anfrage mit. Und das, obwohl nur ein einziger Platz mit einer „Maulwurfsperre“ ausgestattet ist.
Kurios: Heftig umgegraben von Maulwürfen wurde nur der Sportplatz in Moorburg. Ausgerechnet der Platz, an dem vor etwa acht Jahren eine „Maulwurfsperre“ gebaut wurde.

Kann der Rasen genutzt werden? Bettina Maak: „Der Verein hat die Hügel inzwischen begradigt, so dass der Platz bespielbar ist.“

Was macht man in Harburg gegen die Plagegeister? „Da Maulwürfe unter Naturschutz stehen, hat das Sportreferat des Bezirksamtes Harburg schon vor Jahren auf biologische Lösungen gesetzt“, erläutert die Bezirksamtssprecherin.
Biologische Lösungen? Am Sportplatz in Moorburg wurden Bussardansitze aufgestellt. Vier bis sechs Meter lange Pfähle mit einem kurzen Querbalken. Dort sollen sich die Raubvögel niederlassen, das Gelände überblicken und Maulwürfe fangen. Bettina Maak: „Ob das schon mal geklappt hat, wissen wir nicht.“
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.