Markt soll attraktiver werden

Trist, trister, Neugrabener Markt!  (Foto: steg)

Es gibt schon Entwürfe, doch sie stoßen bei Bürgern und Politik auf Kritik

Neugraben - Der Neugrabener Marktplatz ist groß, triste – und, wenn kein Markt ist, auch ziemlich leer. Das soll sich jetzt ändern. Planer haben erste Vorschläge, wie der Platz im Herzen Neugrabens attraktiver werden könnte. Dazu werden auch die Straße Neugrabener Markt als auch die südliche Marktpassage in die Umbaupläne einbezogen.
Das stellen sich die Planer vor: Die Marktstände ziehen zum Teil in die südliche Marktpassage. „Die Stände stehen dann auf jeder Seite. Dadurch werden die Laufwege unterbrochen.“, bemängelt CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer.
Da die Marktfläche zu Kaufland hin abfällt, soll sie aufgeschüttet werden. So wäre die Fläche plan. Dann sollen Stufen hinaufführen. „Die Marktfläche muss berrierefrei zu erreichen sein“, gibt Jürgen Heimath von der SPD zu bedenken. „Es sollte keine Stufen geben. Die Marktfläche sollte auf gleichem Niveau wie die Straße am Neugrabener Markt sein.“
Auch CDU-Mann Fischer befürchtet, dass Stufen keine Verbesserung sind: „Die Fläche könnte nicht mehr für den Jahrmarkt genutzt werden. Wie sollen die Schausteller ihre großen Wagen dort hinaufbekommen? Es wird schwierig, beispielsweise ein Riesenrad dort hinzustellen.“
Auf der erhöhten Marktfläche sollen - wie bisher - Marktstände in Doppelreihe stehen. In Verlängerung der Kauflandfassade soll ein Pavillon errichtet werden, in dem man sich treffen kann. „Ich bin skeptisch“, so Fischer. Er befürchtet, dass sich dort die „Säuferszene“ treffen wird.
Ein weiterer Kritikpunkt an den Planungen: Die Fläche der Parkplätze westlich des Marktes wird nicht in die Planungen einbezogen. Auf einem Teil des Areals plant die Stadt, möglicherweise einen Neubau zu errichten. Die Parkplätze wären komplett weg. „Plusminus wird der Parkplatzbestand erhalten bleiben“, versichert Landschaftsarchitekt Nikolai Soyka.
Für den Umbau der insgesamt 7.500 Quadratmeter großen Fläche stehen 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld kommt vom Bezirksamt Harburg und aus dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE). Was noch komplett im Dunkeln liegt: Wo wird der Wochenmarkt in der Zeit des Umbaus abgehalten?
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1 Kommentar
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Bernd Lütge aus Neugraben | 19.03.2014 | 18:54  
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