Märchen im Kasten

Durch ein kleines Guckloch können Besucher der Bücherhalle in die Märchenwelt des "tapferen Schneiderleins" eintauchen.

Fischbeker Schüler gewinnen Lesekisten-Wettbewerb – Ausstellung in der Bücherhalle Neugraben

Anna Sosnowski, Neugraben
Das Schwierigste waren die Fliegen“, berichtet Ida. Viel Fingerspitzengefühl mussten die Neunjährige und ihre Mitschüler aus der Klasse 4a der Schule Schnuckendrift beweisen, bis die kleinen Insekten aus Papier und einer schwarzen Holzperle als Fliegenleib fertig waren. Befestigt mit Drähten schwirren sie jetzt in einem Guckkasten um den Kopf des tapferen Schneiderleins. Insgesamt vier solche Kästen zum Thema Märchen haben die Schüler im Rahmen des Lesekisten-Wettbewerbs, den die Hamburger Bücherhallen mit Unterstützung der Schulbehörde ausrichten, gebastelt. Dafür haben sie gemeinsam mit ihrer Parallelklasse 4b in ihrer Altersstufe den ersten Platz belegt. Ab sofort sind ihre Arbeiten in der Bücherhalle Neugraben, Neugrabener Markt 7, zu sehen.
Das Thema des 15. Lesekis-ten-Wettbewerbs lautete „Es war einmal – Grimms Märchen im Jubiläumsjahr“, denn vor genau 200 Jahren sind die „Kinder- und Hausmärchen“ der Gebrüder erschienen. Insgesamt nahmen 48 Hamburger Grundschulklassen am Wettbewerb teil. Die Gewinnerklassen konnten sich über einen Besuch des Figurentheaters Lille Kartofler freuen.
An der Schule Schnuckendrift entstanden die Wettbewerbsbeiträge hauptsächlich während einer Projektwoche. Die Kinder lasen gemeinsam Märchen und überlegten, wie sie diese kreativ umsetzen könnten. „Sie haben viele eigene Ideen eingebracht“, sagt Elke Rahlfes, Klassenlehrerin der 4b. Ihre Schüler studierten mit Unterstützung einer Mutter das Märchen „Dornröschen“ auf Plattdeutsch ein. Die fremde Sprache war kein Problem für die kleinen Schauspieler aus Fischbek. „Plattdeutsch lernen wir schon lange im Unterricht“, erklärt Sophia (9). Ein Projektbuch, dass ebenfalls ausgestellt wird, zeigt viele Bilder und Texte die im Laufe der Proben entstanden sind.
Dass Grimms Märchen während der vergangenen 200 Jahre nichts von ihrer Magie eingebüßt haben, beweist die Begeisterung der Schüler. „Ich finde es toll, dass Märchen Fantasiegeschichten sind, die in einer anderen Welt spielen“, sagt Nawfal (9). Und seine Klassenkameradin Rafaela meint: „Mir gefällt, dass sie immer gut ausgehen.“
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