Lösung für Müllproblem lässt auf sich warten

Über diesen Anblick ärgern sich viele Neuwiedenthaler. Zurzeit macht die Stadtreinigung nur auf zwei kurzen Abschnitten des Weges sauber: Vor einer Grünanlage und einem Spielplatz, die beide der Stadt gehören.

Weil Anlieger den Minnerweg nicht sauber halten, soll hier zukünftig die Stadtreinigung putzen – bis eine Entscheidung gefallen ist, könnten jedoch noch Monate vergehen

Leere Dosen, Getränkekartons, Plastikverpackungen und Zigarettenschachteln – östlich des Rehrstiegs liegt im Minnerweg überall achtlos weggeworfener Müll. Spaziergänger und Anwohner beschweren sich seit Langem über den Dreck (das Wochenblatt berichtete). Ihn wegzuräumen ist Sache der privaten Anlieger und Wohnungsgesellschaften, deren Grundstücke an den Fußgängerweg grenzen. Doch nicht alle kommen ihrer Pflicht nach. Eine Lösung für das Problem soll nun die „Koordinierungsrunde Sauberkeit“ finden, in der Vertreter des Bezirks, der Stadtreinigung, der Stadtentwicklungsbehörde und der Polizei sitzen. Doch bevor der Minnerweg endlich regelmäßig gereinigt wird, werden noch Monate ins Land ziehen.
Denn damit die Stadtreinigung den Auftrag bekommt, hier zu putzen, muss der Minnerweg ins Wegereinigungsverzeichnis aufgenommen werden. Und das setzt einen längeren bürokratischen Prozess voraus. „Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht. Bis zur nächsten Änderung des Wegeverzeichnisses zum 1. Januar 2014 wird das nichts mehr“, erklärt Andree Möller, Sprecher der Stadtreinigung. Zwar habe die Koordinierungsrunde bereits vergangenen Donnerstag über den Minnerweg beraten, doch bevor hier eine Entscheidung fällt, müssen alle Anlieger befragt werden. „Schließlich werden sie die Reinigung zahlen müssen“, sagt Möller. Kostenpunkt fürs wöchentliche Reinigen: 45 Cent pro Frontmeter. Bei Mehrfamilienhäusern werden die Kosten auf alle Mieter umgelegt.
Zusätzlich zu den Gesprächen mit den Anliegern, müssten die Verschmutzungen über einen längeren Zeitraum dokumentiert werden. „Damit später nicht einer sagen kann, er hätte doch immer sauber gemacht und will deshalb nicht zahlen“, so Möller. Außerdem müsse geklärt werden, wer die vermüllten Grünflächen reinigen soll, denn dafür ist die Stadtreinigung nicht zuständig. „Wir nehmen nur etwa 1,5 Meter am Wegesrand noch mit. Aber hier ist stellenweise deutlich mehr nötig“, sagt der Sprecher.
Sind alle diese Fragen geklärt, entscheidet in letzter Instanz der Regionalausschuss Süderelbe über die Aufnahme ins Wegereinigungsverzeichnis. Zumindest das sollte schnell gehen, versichert Arend Wiese, Vorsitzender des Regionalausschusses. „Wir wollen, dass der Minnerweg eine grüne Lunge bleibt. Deshalb muss die Stadtreinigung hier tätig werden“, so Wiese.
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