Live-Besuch im Falkennest

Das Turmfalken-Pärchen, das in diesem Jahr in der Michaeliskirche nistet, brütet sechs Eier aus. Die Jungen werden voraussichtlich Mitte Mai schlüpfen. (Foto: thorsten demuth/nabu)

In der Michaeliskirche nisten Falken – Naturschutzbund zeichnet Kirchengemeinde aus

Neugraben - Sie sind im Kirchturm zu Hause: das Falkenpaar. Es brütet in diesem Frühling in luftiger Höhe sechs Eier aus. Möglich gemacht hat das die Michaelis-Kirchengemeinde, die einen Nistkasten in den Turm einbaute. Dafür wurde sie als zweite Hamburger Kirchengemeinde überhaupt vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit der Plakette „Lebensraum Kirchturm“ ausgezeichnet.

Was hat die Kirchengemeinde gemacht?
Seit elf Jahren gibt es im Turm der evangelisch-lutherischen Michaeliskirche einen Nistkasten für Turmfalken. Die älteren Pfadfinder haben ihn gebaut. Seitdem befindet sich der Kas-ten im Kirchturm und wurde Jahr für Jahr bebrütet. Anfang des Jahres 2013 wurde in Zusammenarbeit mit dem NABU im Rahmen des Projekts „Aktiv für Neugrabens StadtNatur“ die Turmfalken-Webcam eingebaut. In diesem Jahr 2014 folgte eine zweite Kamera im vorderen Bereich des Kastens.

Wie viele Eier haben die Falken in diesem Jahr?
In diesem Jahr brütet das
Falken-Weibchen sechs Eier aus. Die Brutzeit beträgt etwa 29 Tage, womit Mitte Mai mit Nachwuchs zu rechnen ist.

Warum ist die Ansiedlung der Vögel so wichtig?
Viele Vogelarten siedeln sich gerne in der Nähe des Menschen an. Turmfalken, Dohlen, Fledermäuse oder Schleiereulen nutzen Kirchtürme und andere Gebäude als Ersatz für natürliche Bruthöhlen. Viele der Arten leiden jedoch darunter, dass Brutmöglichkeiten in den Siedlungen zunehmend verloren gehen. Bei Kirchturmsanierungen werden zum Beispiel Einfluglöcher oder Brutnischen verschlossen oder Gitter zur Abwehr von Tauben angebracht.

Warum wurde die Kirchengemeinde ausgezeichnet?
Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt in der städtischen Natur.


Ein Blick ins Falkennest?
http://www.nabu-hamburg.de/falkenwebcam
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