Kurze Fahrt mit ernsten Folgen

Sechs Wochen lang muss Monika Peters, hier mit ihrem Hund Sam, nach ihrem Sturz im Bus einen Gips tragen.

Fischbekerin stürzt im Linienbus – Zeugen gesucht!

Diese Busfahrt dauerte nur wenige Minuten, doch Monika Peters wird sie so schnell nicht vergessen: Auf dem Weg zum Neugrabener Bahnhof stürzte die Fischbekerin nach einer Vollbremsung so heftig, dass sie sich einen komplizierten Bruch am rechten Fuß zuzog. „Mit dem Gips kann ich sechs Wochen nicht arbeiten“, klagt die Hauswirtschafterin, die in einer Behinderteneinrichtung arbeitet. Sie fordert Schmerzensgeld von der Hamburger Hochbahn AG. „Ich suche Fahrgäste, die meinen Sturz beobachtet haben“, sagt Peters. Zeugen können sich unter Tel. 0176/32 71 77 41 bei ihr melden.
Das war geschehen: Gemeinsam mit ihrem Belgischen Schäferhund Sam stieg Peters am Dienstag, 1. Oktober, um 14.38 Uhr an der Haltestelle „Fischbeker Heuweg“ in den gut mit Fahrgästen gefüllte Linienbus 251. Sie setzte sich und stand erst wieder auf, als der Bus etwa acht Minuten später in die Straße Am Neugrabener Bahnhof einbog. Peters stellte sich an die hinteren Tür und hielt sich fest. Kurz vor der Haltestelle, bremste der Bus plötzlich abrupt. „Ich konnte mich nicht mehr festhalten und bin nach hinten geknallt. Dann spürte ich einen schrecklichen Schmerz im Fuß“, erzählt sie. „Wenn mich nicht ein Herr aufgefangen hätte, wäre ich auf einen Kinderwagen mit einem Kleinkind gefallen. Das wäre eine Katastrophe gewesen.“ Wie der Mann aussah, der ihren Sturz genau gesehen haben muss, weiß Peters nicht mehr. „Aber ich habe mich kurz mit ihm unterhalten. Er fand meinen Hund so schön“, erinnert sie sich.
Nach dem Sturz habe sie unter Schock gestanden und nur noch aus dem Bus raus gewollt. Während sich Peters auf einer Bank an der Haltestelle sammelte, fuhr der Bus davon. Peters: „Erst als ich aufstehen wollte, und vor Schmerzen geschrieben habe, hab ich gemerkt, dass der Fuß gebrochen ist.“ Dann ging es nicht wie geplant mit Sam auf die Hundewiese, sondern direkt ins Krankenhaus.
Die Rechtsabteilung der Hochbahn hat den Fall geprüft. Sprecherin Maya Weihgold erklärt, dass sich Peters hätte sofort an den Busfahrer wenden müssen. „Im vorliegenden Fall ist eine Info an den Busfahrer nicht erfolgt, weshalb die Situation nicht nachvollzogen werden kann“, sagt sie. Grundsätzlich sei es Pflicht jedes Fahrgastes, sich festzuhalten und selbst zu sichern. Schließlich ließe es sich nicht vermeiden, dass Busfahrer gelegentlich stark bremsen müssen, um Unfälle zu vermeiden. Weihgold: „Jeder Autofahrer weiß, wie oft man in die Eisen steigen muss, weil jemand im Straßenverkehr Mist baut.“ Verletzen sich Fahrgäste dennoch, werde jeder Einzellfall geprüft.
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