Kunst fürs Dorf

Kunst aller Art gibt es bei „Swamp“ in Moorburg zu sehen. Die Skulptur, an der hier noch geschweißt wird, steht jetzt im Eingangsbereich des Kulturvereins Elbdeich. Im Hintergrund ein Graffito des Sprayers Stefan Hoch. (Foto: Foto: pr)

Moorburger organisieren Kulturfestival „Swamp!“ – Wer macht mit?

Das Kohlekraftwerk vor dem Dorfeingang ist schon fast fertig, der Bau einer Autobahn und einer Deponie für giftigen Hafenschlick drohen Moorburg noch. Wie viel Leben trotz regelmäßiger Hiobsbotschaften in ihrem Dorf steckt, zeigen die Moorburger Kulturschaffenden immer wieder eindrucksvoll. Ihre nächste Kunst- und Musik-aktion ist schon geplant: Für Sonnabend, 10., und Sonntag, 11. August, laden der Kulturverein Elbdeich und die Bürgerinitiative „moorburgforever“ zu „Swamp“ ein. „Das ist der englische Begriff für Moor und unser Versuch für diese Landschaft und diesen Ort den richtigen Klang zu finden“, erklärt Organisatorin Claudia Kulenkampff.
Wer Lust hat mitzuhelfen oder eigene Werke auszustellen, kann sich bei ihr unter S 32 84 02 27 melden. „Besonders freuen wir uns über Kunst, die in Verbindung zu Moorburg, Elbe, Hafenerweiterung oder Energiegewinnung steht“, erklärt Kulenkampff. Doch es können auch Maler, Bildhauer, Filmemacher und Fotografen mitmachen, die sich künstlerisch mit anderen Themen beschäftigen. Die Kunstausstellung ist an beiden Tagen von 12 bis 16 Uhr in der ehemaligen Schule am Moorburger Elbdeich 249, dem Sitz des Kulturvereins Elbdeich, zu sehen. Parallel sind Work-shops zu verschiedenen Themen geplant.
Zudem wollen die Organisatoren kunstpolitische Aktionen an verschiedenen Orten im Dorf veranstalten. Am Sonnabend, 10. August, spielt die „UKW Band“ Weltmusik und Folk am alten Bauernhaus im Nehusweg 1. Das Gebäude ist vom Abriss bedroht, Claudia Kulenkampff und ihre Mitstreiter wollen sich für seinen Erhalt einsetzen. „Das ist einer der ältesten Höfe in Moorburg. Direkt am Dorfeingang prägt er das Ortsbild“, betont sie. Neben dem Konzert ist vor Ort auch eine Sprühaktion geplant. Die Graffiti-Künstler Broz&Foks werden eine Hausfassade mit einer märchenhaft-fantastischen Landschaft verschönern und sich bildnerisch mit der Energiewende auseinandersetzen.
Um auf den Leerstand in Moorburg aufmerksam zu machen, haben die Kulturschaffenden verschiedene Aktionen geplant. So wird in einem der leer stehenden Häuser eine Volksküche mit Essen für alle eingerichtet, und in einem anderen wird die Videoprojektion „Nichts ist leer“ gezeigt.
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