Kirchenfester eingeworfen

Das Fenster über dem Altar wurde am Wochenende – wahrscheinlich mit einer Bierflasche – eingeschmissen. (Foto: wöhlke)

In der Michaelis-Kirche wurde das über 103 Jahre alte Fenster über dem Altar zerstört

Neugraben - Gut 103 Jahre hat es gehalten, jetzt wurde es eingeworfen: das antike Fenster in der Michaelis-Kirche. Der Schaden ist nicht abzuschätzen.

Wann wurde das Fenster eingeworfen?
Irgendwann zwischen Freitag, 2. Januar, und Sonntag, 4. Januar. Nach Ende des Gottesdienstes am Freitag um 21 Uhr war das Fenster noch in Ordnung. Als die Kirche am Sonntag um 7.30 Uhr wieder geöffnet wurde, war das Fenster eingeworfen worden.

Was genau ist passiert?
Eine Bierflasche wurde von außen auf das Fenster über dem Altar geschleudert. Dieses zeigt Christus als den guten Hirten. Das Fenster, das in gut fünf Meter Höhe ist, wurde nicht total zertrümmert, sondern hat jetzt ein Loch gleich neben dem
Fenstermotiv. Die Scherben sind so klein, dass man sie nicht mehr ins Fenster einfügen kann.

Dann ist doch alles nicht so schlimm, oder?
Doch, denn das Fenster ist aus Buntglas und bemalt. Diese Technik wird heute nur noch von wenigen Spezialbetrieben beherrscht.

Wie hoch ist der Schaden?
Das ist derzeit noch nicht abschätzbar. Das Fenster wurde zur Einweihung der Kirche im Jahr 1911 von der Fischbeker Gemeinde gestiftet.
Selbst, wenn die Versicherung der Kirche den Schaden regulieren sollte, muss die Kirchengemeinde einen Eigenanteil im mittleren vierstelligen Bereich aufbringen. Sollte die Versicherung nicht zahlen, muss die Gemeinde die ganze Summe zahlen.

Wurde Anzeige erstattet?
Ja, gegen Unbekannt. Ob die Täter gefunden werden können, ist fraglich. Denn auch die Nachbarn im Nebenhaus haben nichts bemerkt.

Der gute Hirte
Das Bild ist uralt, stammt aus dem Alltag der Stämme Israels vor tausenden von Jahren: Um sich ernähren zu können, hielten die Menschen Schafe und Ziegen. Der Hirte kümmert sich um seine Schafe, behütet sie und trägt Sorge um sie.
So wird Gott im alttestamentlichen Psalmen 23 als Hirte geschildert, der sich um sein Volk kümmert. Der Ehrentitel wurde im Neuen Testament auf Jesus als dem Mensch gewordenen Gott übertragen. Meist wird Christus mit Hirtenstab und einem Lamm auf den Schultern dargestellt.
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