Kein Radweg, kein Fußgängerweg

Gefährlich: Siele, die am Fahrbahnrand hochstehen. Kommt ein Auto von der Straße ab und donnert gegen ein Siel, kann es zu einem schweren Unfall kommen. (Foto: lsbg)

Der Ehestorfer Heuweg soll ab 2017 nach und nach in Stand gesetzt werden

Andreas Göhring, Hausbruch – Der Ehestorfer Heuweg ist eine wichtige Verbindung zwischen B73 und den niedersächsischen Umlandgemeinden. Er ist wegen des „atemberaubenden“ Streckenprofils auch bei Radfahrern mit sportlichem Ehrgeiz beliebt. Aber: „Der Ehestorfer Heuweg wird den heutigen Anforderungen einer modernen Verkehrsanlage nicht mehr gerecht.“ Die Straße ist marode. Das hat der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) schon 2014 nach einer gründlichen Bestandsaufnahme festgestellt.
„Der Asphalt ist teilweise brüchig, die Radwege sind nicht durchgehend angelegt und teilweise auch in schlechtem Zustand“, so Heinke Weimer, LSBG-Radwegplanerin und
Dozentin an der HafenCity Universität. Das gelte auch für die Fußwege. Außerdem fehlen Fußgängerüberwege. Am gefährlichsten seien aber die Siele am Straßenrand. Teilweise seien sie völlig ungeschützt. Wenn ein Auto von der Straße abkommt und gegen so ein Siel prallt, könnte das böse enden.

Straße wird in 400-Meter-Abschnitten erneuert

Zunächst sollten nur die Radwege am Ehestorfer Heuweg in Ordnung gebracht werden. Dafür waren rund 100.000 Euro eingeplant. Inzwischen haben sich die Kosten verdoppelt – und das wird auch längst nicht alles gewesen sein. Denn die bisher ausgegebenem 200.000 Euro sind nur für die Planung der Komplettsanierung der Straße ausgegeben worden. Die Bauarbeiten sollen nach der Frostperiode im Frühjahr 2017 beginnen. So hat es Heinke Weimer im Verkehrsausschuss der Bezirksversammlung angekündigt.
Der Ehestorfer Heuweg wird täglich im Schnitt von 11.000 Autofahrern genutzt. Sie müssen mindestens für zwei Jahre mit Behinderungen rechnen. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens und als Umleitungsstrecke für die A7 soll die Straße nicht voll gesperrt werden, vielmehr werden die Bauarbeiter abschnittsweise vorgehen, jeweils 400 Meter werden „bearbeitet“ – jeweils mit halbseitiger Sperrung.
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Enrico Meyer aus Rönneburg | 09.12.2015 | 10:37  
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