Kein Bock auf Schule

Sandra, Vladislav, Annika, Nina (v.l.) und Yaren (nicht auf dem Foto) haben allen Grund zum Strahlen: Die ehemaligen Schulverweigerer haben ihren Hauptschulabschluss im Prokejt 2. Chance geschafft. (Foto: Andreas Klingberg)

Trotzdem machten fünf Jugendliche ihren Hauptschulabschluss – nicht in der Schule, sondern beim Bildungsträger IN VIA Hamburg

Neugraben - Stress und Zoff mit den Lehrern: Sandra, Vladislav, Annika, Nina und Yaren hatten überhaupt keine Lust auf Lernen und Schule. Doch jetzt haben die fünf 16- bis 18-Jährigen ihren Hauptschulabschluss außerhalb der Schule gemacht. In der Neugrabener Bahnhofstraße wurden die Jugendlichen im IN VIA-Projekt „2. Chance“ auf den externen Schulabschluss vorbereitet. Und eine CD produzierten sie auch.
IN VIA-Mitarbeiterin Beate Martens erklärt das Projekt: „Über das Projekt 2. Chance versuchen wir, Schulverweigerer zurück in die Schule zu bringen. Für diese Jugendlichen kam das nicht in Frage. Deswegen haben wir sie in einer gesonderten Gruppe auf den externen Schulabschluss vorbereitet“, so die Projektleiterin. IN VIA Hamburg ist ein Bildungsträger und anerkannter Träger der Jugendhilfe.
„An der Schule haben mich viele Leute runtergezogen, bis ich nicht mehr hingegangen bin. Hier gaben mir alle das Gefühl, etwas schaffen zu können“, erinnert sich Sandra (18).
Auch Nina ist begeistert: „Wir haben hier viele Themen gründlich wiederholen können. Dafür wäre in der Schule keine Zeit gewesen. Auch der persönliche Umgang und das Lernen in einer kleinen Gruppe haben mir sehr geholfen“, sagt die 17-Jährige.
Für Vladislav hat sich das anderthalbjährige Büffeln in der Gruppe ebenfalls gelohnt: Seine Prüfungen schaffte er mit Bravour. Die kommenden Monate geht er auf eine Produktionsschule. Für August sucht er einen Ausbildungsplatz zum Industrie- oder Konstruktionsmechaniker.
Wie in der „richtigen“ Schule stand einmal in der Woche Musik auf dem Unterrichtsplan. So entstand eine CD. „Es ist toll, neben dem Abschluss auch noch eine eigene CD geschafft zu haben“, freut sich Sandra. „Dabei habe ich viel über mich gelernt“. Als nächstes macht sie ihren Realschulabschluss, danach möchte sie eine Ausbildung in einem Tonstudio beginnen.
Gefördert wurde das Projekt von der Joachim Herz Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung sowie aus Bundes- und Landesmitteln.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.