Kampf gegen Ebola

Stolz halten die Menschen in Bonthe ihre Ersten-Hilfe-Ausstattungen hoch. Mit viel Händewaschen und chloriertem Wasser hofft man, die Verbreitung des gefährlichen Ebola-Virus eindämmen zu können. Die Finkenwerder Social Business Stiftung sammelte 3.500 Euro zur Aufklärung der Bevölkerung über Ebola. (Foto: pr)

Finkenwerder: Social Business Stiftung spendet 3.500 Euro für Aufklärung in Afrika – Spender für zweites Hilfspaket gesucht

Finkenwerder - Das Ebola-Virus ist in Westafrika ausgebrochen: Wer an ihm erkrankt, stirbt mit großer Wahrscheinlichkeit. Mehr als 960 Todesopfer sind schon zu beklagen, 1.800 Menschen haben sich wahrscheinlich schon infiziert. Damit es nicht noch mehr werden, hat die Social Business Stiftung für 300 Menschen in Sierra Leone ein Aufklärungsprojekt organisiert. Dazu waren 3.500 Euro nötig. Jetzt soll eine zweite Aufklärungs-Kampagne laufen.

Wie verbreitet sich Ebola?
Ebola wird über Körperkontakt übertragen. Die Symptome sind hohes Fieber und Erbrechen. Es gibt keine zugelassenen Medikamente oder Impfstoffe, da die Krankheit bisher nur selten und in einigen der ärmsten Ländern der Welt aufgetreten ist.

Was hat die Stiftung gemacht?
„Wir wollen den Menschen helfen, sich selbst zu helfen“, sagt Stiftungsgründer Gerhard Bissinger. Deshalb sandte die Stiftung 3.500 Euro nach Bonthe in Sierra Leone. Davon wurden Lehrgänge im Ausbildungszentrum abgehalten, wie die Erkrankung verläuft und wie man sich davor schützen kann.
Teilnehmer der Lehrgänge gingen dann in ihre Heimatdörfer zurück und informierten die Dorfgemeinschaft über die Krankheit. Die ländliche Bevölkerung, die oft nicht lesen und schreiben kann und kaum Zugang zu öffentlichen Medien hat, weiß nur wenig über die Krankheit. „So weigern sich viele Dorfbewohner, ihre möglicherweise an Ebola erkrankten Angehörigen zur Behandlung ins Krankenhaus zu bringen“, so Mohamed Salia, der das Ausbildungszentrum leitet.
Außerdem verteilte die Finkenwerder Stiftung Erste-Hilfe-Ausstattungen wie Handseife, Desinfektionsmittel und Chlor für keimfreies Wasser.

Warum?
Um zu verhindern, dass Leute sich bei möglicherweise erkrankten Personen anstecken, lautet das Motto: Hände waschen, Leute nicht unnötig berühren und sich mit gechlortem Wasser nach dem Toilettengang oder vor dem Essen die Hände waschen.

Plant die Stiftung noch eine weitere Aktion?
Ja. Dazu sollen wieder 3.500 Euro nach Sierra Leone geschickt werden. Doch es fehlen noch 500 Euro.

Social Business Stiftung
Palstek 33
Tel. 742 81 22
www.social-business-stiftung.org
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