Kampf gegen den Hunger

Antje Kurz hat ein ehrgeiziges Ziel: Sie will mit dem Projekt „Neugraben fairändern“ alle Menschen in Neugraben für das Thema „fairer Handel“ sensibilisieren. Foto: mag (Foto: Marion Göhring)
Hamburg: Michaeliskirche |

Neugraben: Gemeindemitglied hinterlässt Michaeliskirche ihr Vermögen – Projekt „Neugraben fairändern“ ins Leben gerufen

von Marion Göhring
Etwas gegen den Hunger in der Welt tun: Das war der letzte Wunsch eines Gemeindemitglieds der Michaelisgemeinde in Neugraben. Mit dieser Bedingung vererbte sie ihr Vermögen der Kirchengemeinde. Die Gemeinde kam zu dem Schluss, das es nicht genügt, das Geld für Afrika zu spenden, und gründete das Projekt „Neugraben fairändern“.
„Unser Ziel ist es, die Menschen in Neugraben-Fischbek zu sensibilisieren, zu informieren und zu motivieren, gemeinsam etwas gegen die Ursachen von Hunger und Armut zu tun“, sagt Antje Kurz. Sie ist von der Michaelisgemeinde mit der Leitung des Projekts betraut worden. „Wir wollen zeigen, dass jeder etwas tun kann ohne verzichten zu müssen“, so Kurz. „Es reicht beim Einkauf bestimmter Produkte auf das Fairtrade-Siegel zu achten.“ Mit dem Fairtrade-Siegel sind Produkte gekennzeichnet, bei denen garantiert ist, dass diese Ware in den Erzeugerländern auch zu einem fairen Preis eingekauft wird. So, dass die Menschen dort auch von ihrer Arbeit leben können.
Die erste Veranstaltung des Projekts findet am Donnerstag, 22. September, im Gemeindesaal der Michaelisgemeinde statt und beschäftigt sich mit dem Thema Kaffee. „Wir zeigen den Dokumentarfilm ,Schwarzes Gold’, der sich mit den Lebensbedingungen der Kaffeebauern beschäftigt“, sagt Kurz „Im Anschluss ist ein Gespräch über das Thema und eine Kaffeeverkostung geplant.“ Kurz will mit „Neugraben fairändern“ über die Kirche hinaus Menschen erreichen. „Deshalb werden wir in nächster Zeit auch richtig Klinken putzen gehen“, sagt sie. „Wir gehen überall dort hin, wo Kaffee angeboten wird, also Büros und Praxen besuchen, um dort für fair gehandelten Kaffee zu werben.“
Doch das ist erst der Anfang: Geplant sind zwei Jahre lang viele weitere Aktionen und Veranstaltungen. Unterstützt wird Kurz dabei von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Michaelisgemeinde. „Wir glauben mit diesen Projekt dem Auftrag der Erbschaft wirklich gerecht zu werden,“ sagt Kurz. „Denn nur wenn die Käufer auf faire Handelsbedingungen für die Erzeuger achten, wird sich auch an den Lebensbedingungen der Menschen in den Erzeugerländern etwas verändern.“
Kontakt: 22 64 37 96, www.neugraben-fairaendern.de
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