Jetzt wird’s kuscheliger!

Gedränge am Anleger Finkenwerder: Ob Ausflügler nach Finkenwerder oder Berufspendler, die Fähre ist ein beliebtes Transportmittel in die Innenstadt. (Foto: cam)

Auf jeder Fähre der Linie 62 sollen zukünftig 350 Passagiere statt wie bisher 250 mitfahren können

St.Pauli/ Finkenwerder – Die Fähre ist besetzt! Im vergangenen Jahr sorgte dieser Satz 778 Mal für Unmut bei den Passagieren, die mit der Hadag-Fährlinie 62 von den Landungsbrücken nach Finkenwerder wollten. Es half aber nichts, sie mussten auf das nächste Schiff warten. Denn mit 250 Leuten war die Fähre voll besetzt. Geht es nach SPD und Grünen, dürfen bald 100 Leute mehr drauf.
„Dadurch wird die Linie 62 noch attraktiver“, so Markus Schreiber (SPD).
Gemeinsam mit Martin Bill (Grüne) möchte er in der Bürgerschaft durchsetzen, dass mehr Leute pro Tour mitfahren dürfen. Außerdem soll die Fähre zukünftig von Ostern bis Oktober zwischen 11 und 18 Uhr im Zehn-Minuten-Takt unterwegs sein. Jetzt fährt sie nur alle Viertelstunde.


Auf die Fähre passen sogar 380 Passagiere

„Das wäre ein Riesenschritt für Finkenwerder und den ganzen Süderelberaum. Endlich fahren am Wochenende mehr Fähren. Es ist ärgerlich, wenn man auf Grund des großen Andrangs nicht mehr auf die Fähre kommt“, freut sich Markus Schreiber.
Ärgerlich nicht nur für Berufspendler, sondern auch für Touristen. Denn die Fährfahrt ist die kostengünstige Alternative zu einer Hafenrundfahrt. Insgesamt 4,5 Millionen Gäste nutzten im vergangenen Jahr die Fähre zur Fahrt über die Elbe.
Doch es regt sich Protest gegen den Antrag, der in der nächsten Sitzung der Bürgerschaft am 13. Juli mit rot-grüner Mehrheit beschlossen werden soll: Ist die Fähre dann überhaupt noch sicher? „Eine Kapazitätserweiterung auf Kosten der Verkehrssicherheit wird es von uns nicht geben“, so CDU-Verkehrsexperte Dennis Thering. Hadag-Chefin Gabriele Müller-Remer weist die Bedenken zurück. Die Zentrale Schiffsuntersuchungs-Kommission habe sogar 380 Personen pro Fahr anBord erlaubt.
Eine Fähre alle zehn Minuten: Da hat die CDU Angst, dass die Fahrpreise steigen könnten. „Erhebliche Taktverdichtungen wird es aber nicht zum Nulltarif geben“, so CDU-Mann Thering.
Schon heute ist die Hadag das Sorgenkind im HVV. Die Hochbahn-Tochter kann nur die Hälfte der Kosten aus dem Betrieb decken.
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