Jedes Jahr ein Klassentreffen

Sie treffen sich jedes Jahr wieder: Die ehemaligen Schüler der Volksschule Hausbruch. (Foto: Sascha Lucks)

Ehemalige Hausbrucher Schüler drückten ab 1941 gemeinsam die Schulbank und verloren nie den Kontakt

von Sascha Lucks, Hausbruch
Vor 71 Jahren wurden sie eingeschult, am Sonnabend haben sie sich im Landhaus Jägerhof im Ehestorfer Heuweg wiedergetroffen: die ehemaligen Schüler der Volksschule Hausbruch in der Hausbrucher Bahnhofstraße. Und das nicht zum ersten Mal. „Es ist eine sehr schöne Sache, alle wieder zu sehen, jedes Jahr zu dieser Zeit im Oktober“, freute sich Ingeborg Metzner aus Bostelbek. Darüber, seit wann die Tradition besteht, ist man sich uneinig. Die einen sagen, seit den frühen 80ern, die anderen sind sich sicher, dass sich alle seit den 70ern regelmäßig wiedersehen.
Dieses Jahr kamen 14 Frauen und sechs Männer, allesamt über 70 Jahre alt, um gemeinsam Kuchen zu essen und Kaffee, Wein und Bier zu trinken. Viele der ehemaligen Klassenkameraden wohnen noch in der Umgebung, manche sind jedoch auch aus entfernten Teilen Hamburgs angereist. „Anfangs fanden die Treffen nur alle fünf Jahre statt, aber irgendwann haben wir gemerkt, dass wir nicht jünger werden. Darum geht es jetzt einfach jeden Herbst in den Jägerhof“, erklärt Lilli Faber.
Urheber des jährlichen Klassentreffens ist Willi Jockel. Jedes Jahr schreibt er seine Mitschüler an und lädt sie ein – auch schon beim ersten Treffen. „Es war vor der ersten Zusammenkunft schwierig alle Adressen herauszufinden, gerade weil es keine Unterlagen von früher mehr gibt. Wer war mit wem befreundet, wer hat mit dem noch was zu tun? Stück für Stück habe ich so dann die Kontaktdaten herausbekommen“, berichet Jockel.
1941 wurden sie gemeinsam eingeschult, noch heute verstehen sich alle prächtig. Beim jährlichen Treffen werden Klatsch und Tratsch auf den neuesten Stand gebracht und alte Jugendsünden herausgekramt. Obst und andere nützliche Dinge hätten sie damals aus Nachbars Garten stiebitzt. „Erwachsene sind aber Respektpersonen für uns gewesen“, erinnert sich Jockel. „Unsere Streiche haben wir natürlich trotzdem gespielt, wie jedes Kind.“
Und eins ist sicher: Im Herbst 2013 treffen sich alle wieder, um ein paar gemütliche Stunden miteinander zu verbringen.
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