In einem Jahr: Verkehr frei!

Am Ortseingang müssen die Autofahrer seit dem Frühjahr durch ständig neu verschwenkte Fahrbahnen kurven. Hier entsteht die Einfädelung der neuen Umgehungsstraße. Foto: bk

Finkenwerder Umgehungsstraße: Bauarbeiten gut im Zeitplan

von Annekatrin Buruck
Finkenwerder. Noch ein Jahr, dann ist sie fertig. Das verspricht Reinhard Stadie, Projektleiter für die Umgehungsstraße Finkenwerder. Damit ist das Bauprojekt, das die Menschen der ehemaligen Elbinsel seit Jahrzehnten beschäftigt, genau im Zeitplan. „Und das, obwohl uns die letzten beiden harten Winter arg gebeutelt haben“, wie Stadie zugibt.
Am besten kann man den Bau-fortschritt zur Zeit am Ortseingang kurz hinter dem Restaurant „Storchennest“ begutachten. Dort entsteht seit dem Frühjahr der Anschluss von der Finkenwerder Straße an die Umgehung. Fahrbahnverschwenkungen und eine ständig wechselnde Verkehrsführung gehören seitdem für die Autofahrer zum Alltag. Sogar ein Stück vom Deich musste vorübergehend abgetragen werden, um Platz zu schaffen. „Bis Ende September wird aber der alte Zustand wiederhergestellt“, verspricht Stadie, der das Projekt für die Realisierungsgesellschaft (ReGe) Hamburg betreut.
Bei der großen Brücke über die Alte Süderelbe erreichen die Arbeiten gerade ihr Endstadium. Eigentlich hätte das Bauwerk schon fertig sein sollen, aber der harte Winter hatte einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Momentan wird die Fahrbahnplatte betoniert“, erklärt Stadie. Fertigstellung ist jetzt für November geplant. Eine weitere Brücke am Ende der Schlickdeponie soll im Frühjahr fertig werden. Sie verläuft über den Hakengraben, der auf einer Länge von rund zwei Kilometern ein Stück nach Süden verlegt worden war. Darüber hinaus sind noch vier weitere kleine Brücken über kleinere Gewässer im Bau. „Dann kommen noch zwei so genannte Rahmendurchlässe, mit deren Hilfe Tiere unter der Fahrbahn durchlaufen können“, ergänzt der Projektleiter.
Die Straße selbst wird auf einem bis zu anderthalb Meter hohen Damm verlaufen, da der Untergrund zu weich ist. Diese Aufschüttungen müssen mehrere Monate liegen, damit der Boden sich setzt. „Im Frühjahr dürfte er ausreichend stabil sein, so dass wir dann mit dem eigentlichen Oberbau beginnen können“, erläutert Stadie. Als letztes kommen noch Straßenmarkierungen und Leitplanken, und dann heißt es: Verkehr frei!
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.