Immer mehr Räder verschwinden

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Der südliche Teil des S-Bahnhofs Neu Wulmstorf hat sich zum Brennpunkt für Fahrraddiebstähle entwickelt. Hier gibt es rund 100 Stellplätze für Zweiräder.

Neu Wulmstorf: S-Bahnhof bleibt Schwerpunkt für Fahrraddiebstahl

In Neu Wulmstorf herrscht zurzeit Hochsaison für Fahrraddiebe: „In den ersten drei Monaten des Jahres sind bereits 40 Räder gestohlen worden. Wenn das so weitergeht, haben wir ein ernstes Problem“, sagt Uwe Hesebeck, Leiter der Neu Wulmstorfer Polizei. Besorgniserregend sei, dass die Zahl der Fahrraddiebstähle stetig steige: Während 2010 in der Gemeinde Neu Wulmstorf rund 100 Drahtesel geklaut worden sind, waren es 2011 schon 131. Rechnet man die diesjährige Zahl hoch, könnten es 2012 noch mehr Räder sein.
Dabei konzentrieren sich die Diebe vor allem auf den Bahnhof. Allein dort verschwanden im vergangenen Jahr 65 Räder, in diesem Jahr sind es bereits 14. „Alle Taten spielen sich an der Südseite des Bahnhofs und im Umfeld ab“, präzisiert Hesebeck. Um das Problem in den Griff zu kriegen, fahre die Polizei regelmäßig in der Buskehre entlang des Bahnsteigs Richtung Hamburg Streife. Doch bisher sei es den Beamten nicht gelungen, einen Dieb auf frischer Tat zu erwischen. „Die Täter kommen mit der Bahn hierher, knacken die Schlösser auf und steigen mit dem Rad wieder in die Bahn“, sagt Hesebeck. „Wir gehen davon aus, dass es Drogenabhängige sind.“
Um sich vor Diebstahl zu schützen, sei es wichtig, sein Rad gut zu sichern. „Am besten eignet sich ein mindestens zwei Zentimeter dickes Panzerkabelschloss“, erklärt der Polizeibeamte. Auch ein Stahlbügelschloss sei empfehlenswert, von Schlössern mit Zahlenkombinationen rät er jedoch ab. Zudem sollte man sich die Rahmennummer notieren und sein Rad auf www.speichenkommissar.de online registrieren. Hesebeck: „So kann es dem Besitzer problemlos zugeordnet werden, wenn es wieder auftaucht.“
Wer sein Rad am Bahnhof sicher unterbringen möchte, sollte es in einem der beiden überdachten und abschließbaren Unterstände abstellen. Dort gibt es rund 60 Parkplätze, die für drei Euro im Monat gemietet werden können. „Aus den Fahrradboxen ist noch kein Rad gestohlen worden“, sagt Gemeindesprecher Michael Krüger. Zurzeit sind zwar alle Plätze vermietet, bei Interesse ist es jedoch möglich, sich im „LeA-Kiosk“ am Bahnhof auf die Warteliste setzen zu lassen. Zurzeit überlege die Gemeinde, weitere abschließbare Stellplätze einzurichten. „Der Bedarf ist da“, weiß Krüger.
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harras von Heilsperg aus Wilhelmsburg | 06.05.2012 | 00:34  
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