Im Einsatz für die Seefahrt

Jan Oltmanns (l.), Leiter des Seemannclubs Duckdalben, nimmt das Bundesverdienstkreuz von Wirtschaftssenator Frank Horch entgegen. (Foto: Foto: pr)

Duckdalben-Leiter mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

von Anja Leue, Waltershof
Ein kleines Stück Heimat in der Fremde – das möchte der international seamen’s club Duckdalben im Hamburger Hafen den Seeleuten aus aller Welt bieten. Für seinen unermüdlichen Einsatz ist nun der Leiter Jan Oltmanns vor Kurzem mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Der 56-Jährige nahm den Preis von Wirtschaftssenator Frank Horch im Rathaus entgegen.
„Bauer wollte ich eigentlich werden, Trecker, Pferde, Schweine füttern! Kam aber anders“, sagt der gebürtige Ostfriese. Schon im Alter von sieben Jahren war er beim ers-ten Besuch mit seinem Vater im Emder Seemannsheim fasziniert von der weiten Welt der Seefahrt. Die Begeisterung blieb, und so übernahm der Diakon vor 26 Jahren die Leitung des Seemannsclubs Duckdalben, als dieser noch im Entstehen war. Seine Familie bietet ihm den Ausgleich für seine zeitintensive Arbeit und musste in den Anfangsjahren oft auf ihn verzichten. Mittlerweile zeigt er aber schon seinem Enkel die großen Kräne im Hafen und gibt so seine Begeisterung für die Schifffahrt an die übernächste Generation weiter.
Oltmanns Einsatz und die seiner Mitarbeiter – viele davon ehrenamtlich – zeigt Erfolg: Seit der Gründung des Duckdalbens haben über 31.000 Seeleute aus 111 Ländern die Einrichtung besucht. Sie können dort beispielsweise günstig in ihre Heimatländer telefonieren oder das Internet nutzen. Auch Freizeitangebote, wie Tischtennis, der Raum der Stille oder die Bar als Ort für Gespräche stehen zur Verfügung und werden gerne angenommen.
„Meine besten Lehrmeister sind die Seeleute aus allen Teilen der Erde“, meint Oltmanns. Dass er genau zuhören kann und ihre Bedürfnisse erkennt, zeigen ihm täglich die dankbaren Einträge im Gästebuch – und das Bundesverdienstkreuz.
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