„Hundewiese“ wurde vermessen

Ganz hinten auf der Wiese ist ein Vermesser bei der Arbeit. (Foto: pr)

Anwohner fürchten, dass die Bauarbeiten für eine Flüchtlingsunterkunft starten

Neugraben - Bernd O. (Name der Redaktion bekannt) traute seinen Augen nicht: Stand doch an der „Hundewiese“ ein weißer Kombi, der zu einer Vermessungsfirma gehörte. Ein Blick auf die Wiese genügte: Ein Vermesser war bei der Arbeit. Jetzt brodelt die Gerüchteküche: geht´s jetzt los mit dem Bau der Unterkünfte für die Schutzsuchenden? Das Wochenblatt hat nachgefragt.

Wo ist die Wiese?

Am südlichen Ende des Falkenbergsweges, genauer: westlich der Bushaltestelle der Linie 240.

Was sollte dort gebaut werden?
Unterkünfte für bis zu 500 Schutzsuchende. Dagegen hat bereits die Bürgerinitiative für den Erhalt des Waldfriedens protestiert.

Warum wurde dort die Fläche vermessen?
Noch zu Jahresbeginn wieherte nur der Amtsschimmel ganz laut. Nach einer ersten Aussage der Behörde für Arbeit, Soziales, Flüchtlinge und Integration (Basfi) sollte die Fläche bis Ende 2016 nicht bebaut werden. Neugraben sei mit der geplanten Unterbringung von 4.200 Schutzsuchenden ausgelastet.
Für dieses Gebiet gab es bereits seit längerem einen Bauplan. Damit die Behörde ein Häkchen für „Aufgabe erledigt“ machen konnte, wurden auf der Hundewiese Vermessungs- und Bodenuntersuchungsarbeiten durchgeführt.
Doch seit kurzem hat sich die Situation grundlegend geändert: Nicht mehr 3.000 Flüchtlinge sollen am Aschenland II untergebracht werden, sondern nur noch die Hälfte der Menschen.
Die anderen 1.500 Schutzsuchenden sollen im Bezirk Harburg und ganz Hamburg eine neue Heimat finden.

Ist die Hundewiese dennoch ‘raus aus der Planung?
Nein, keineswegs. Die Vermessung der Wiese wurde noch in den vergangenen Monaten als reine Formsache gesehen. Doch jetzt rückt die Wiese wieder ganz stark in den Blick als mögliches Bauland für Flüchtlingsunterkünfte.
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