HPA legt Reparatur auf Eis

Noch bis mindestens Ende März bleibt die Klappbrücke in Cranz für den Verkehr frei. So lange will HPA mit den Reparaturarbeiten warten.

Estesperrwerk: Beschädigtes Flutschutztor wird nach der Sturmflutsaison ausgebaut

von Marion Göhring, Cranz
Die Reparatur des beschädigten Estesperrwerks verzögert sich weiter. Auch wenn die Hafenverwaltung Hamburg Port Authority (HPA) immer betont, die Bevölkerung der hinterdeichs liegenden Orte sei nicht gefährdet, will man beim Flutschutz auf Nummer sicher gehen. Deshalb soll jetzt das Ende der Sturmflutsaison abgewartet werden. Die endet offiziell am 31. März.
„Das haben wir gemeinsam mit dem behördlichen Katastrophenschutz und der Deichwacht beschlossen“, sagt HPA-Sprecher Alexander Schwertner. Man wolle jedes Risiko vermeiden. Beim Abtransport des beschädigten inneren Flutschutztores gebe es aber immer gewisse Unwägbarkeiten.
Das 180 Tonnen schwere Tor muss mit einem Schwimmkran aus den Lagern gehoben und zu einem Reparaturplatz transportiert werden. Dort soll es zunächst noch einmal gründlich untersucht werden. Bei dieser Gelegenheit hofft man, endgültig Klarheit über die Ursache des Schadens zu bekommen. Das Tor hatte sich am 8. Dezember 2011 beim Schließen verkantet. Das war nicht gleich bemerkt worden, so dass auch die mehr als 500 Tonnen schwere Klappbrücke über die Este um rund 15 Zentimeter angehoben wurde. Für einige Autofahrer kam die Warnung zu spät. Sie klagten über Schäden an Rädern und Aufhängung ihrer Fahrzeuge.
Während der anschließenden Reparatur des Tores werden auch die Tornische und vor allem das Lager des beschädigten Tores inspiziert und instand gesetzt. Schwertner: „Die Planungen für Bergung und Instandsetzung werden mit Nachdruck und Sorgfalt vorangetrieben.“ Sie sollen in den kommenden Tagen abgeschlossen werden.
Schwertner betont, dass die äußeren Flutschutztore voll funktionsfähig sind, der Hochwasserschutz sei in vollem Umfang gewährleistet. Zurzeit würden die Tore bei Wasserstandsvorhersagen von 0,5 bis 0,75 Meter über Normalnull schon bei einem Wasserstand von Normalnull geschlossen. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen seien Sensoren angebracht worden, die schon Alarm auslösen, wenn sich eines der Tore beim Öffnen oder Schließen auch nur um einen Zentimeter anhebt. Außerdem ist der Kontrollstand des Sperrwerks durchgehend besetzt.
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