Hospizverein: Leichter aus dem Leben gehen mit Hilfe ehrenamtlicher Sterbebegleiter

Das sterben wieder mehr in das Leben bringen

Die Aufgabe des Hospizverein Hamburger Süden e.V. beschreibt das Vorstandsmitglied des gemeinnützigen Vereins Dr. Hans Joachim Roose beinahe leidenschaftlich: 50 ausgebildete ehrenamtlich aktive Frauen und Männer im Alter zwischen 25 und 91 Jahren helfen beim sterben. Der ambulante Hospizdienst begleitet sterbende und Angehörige auf dem letzten Weg. Der Verein wurde im Jahre 2001 gegründet und verzeichnet seitdem eine stetig steigende Anzahl an Begleitungen. Das sterben wieder mehr in das Leben bringen bedeutet auch, zu Hause sterben zu dürfen. Und das ermöglicht der Hospitzverein.

Reden hilft


Trauer ist, sich Zeit zum Abschied zu nehmen. Durch Gespräche und gemeinsame Aktivitäten mit anderen trauernden gelingt den Menschen die richtige Sichtweise einzunehmen. Es ist schwer Abschied zu nehmen von seinen Angehörigen und damit auch mit der eigenen Endlichkeit des Lebens konfrontiert zu werden. Darum hat der Hospizverein neben seiner Sterbebegleitung auch Angebote für die Angehörigen eingerichtet. Dazu gehört ein Trauercafe, eine Radfahrgruppe, Spaziergänge & eine Trauerselbsthilfegruppe. Reden hilft den Angehörigen und ist der Einstieg in die Trauerarbeit. Der Verein hat deshalb ein Notfalltelefon eingerichtet: (040) 7675 5043.

Ein ganz neues Angebot ist der Trauertreff in Neuwiedenthal. Dort bietet der Hospizverein jeden 3. Donnerstag im Monat die Gelegenheit in geschützter Umgebung Gedanken und Gefühle mit anderen zu tauschen. Der Trauertreff wird von ausgebildeten Hospizhelfern geleitet. Die Gruppe trifft sich das erste Mal am 17. Juli um 17.30 Uhr im Striepensaal (Striepenweg 40) bei kalten und warmen Getränken. Das Angebot ist kostenlos und ohne Anmeldung zu nutzen.

Wie finanziert sich der Verein?


Der Hospitzverein erhält Zuwendungen der Krankenkassen. Diese ermöglichen im wesentlichen die Finanzierung der beiden fest Angestellten Koordinatorinnen sowie die Kosten der Aus- und Weiterbildung. Dagegen ist der Verein aber im Bereich der Fahrtkosten, Büromiete, Trauerbegleitungen und der Öffentlichkeitsarbeit auf Spenden angewiesen. Als Anfang des Jahres die stationäre Hospitz in Harburg eröffnet wurde, gingen viele der Spenden dort hin, was den den Verein zunächst etwas Sorge bereitete. Mittlerweile habe sich die Situation der Spenden aber wieder etwas stabilisiert.

Verweise:
https://aus-suederelbe.de/news/index.php/News/162-...
http://www.hospizvereinhamburgersueden.de/
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