Hochbegabt: Er malt, seit er fünf Jahre alt ist

Ein kleiner Raum im Keller einer Neuwiedenthaler Seniorenwohnanlage dient Vladimir Schneider als Atelier. Die Skizzen für seine Ölgemälde macht der Maler am Computer.

Vorgestellt: Maler und Illustrator Vladimir Schneider (22) aus Neuwiedenthal

von Anna Sosnowski
Neuwiedenthal. Die Wohnung von Vladimir Schneiders Eltern im Herzen Neuwiedenthals gleicht einer Werkschau des jungen Künstlers. Frühe Ölbilder mit farbenfrohen Landschaften schmücken den kleinen Flur. Im Wohnzimmer füllt ein abstraktes Gemälde fast eine gesamte Wand. Schon früh entdeckten Schneiders Eltern das Talent ihres Sohnes und schickten ihn bereits im Alter von fünf Jahren auf eine Kunstschule. Heute studiert der 22-Jährige Deutschrusse, der seit zwölf Jahren in Hamburg lebt, im vierten Semester Malerei an der Kunsthochschule. Einen Bachelor in Illustration hat er bereits in der Tasche.
„Die letzten Monate saß ich an der Abschlussarbeit“, erzählt der Künstler mit einem Blick auf ein unvollendetes Ölgemälde. Hier, im Keller einer Seniorenwohnanlage in der Neuwiedenthaler Straße, malt Schneider. Neben der Staffelei hängt eine kleine am Computer gemachte Skizze, die zeigt, wie das fertige Bild aussehen soll. Bisher zeigt die Leinwand nur grüne und rote Farbflächen, zwischen denen comicartige Figuren hervorbli-cken. Genau dieses Zusammenspiel abstrakter und realistischer Versatzstücke interessiert den Maler zurzeit. „Ich verbinde Elemente, die nicht zusammengehören, damit Kontraste entstehen“, erklärt er.
Schneider arbeitet nicht nur mit verschiedenen Malstilen, sondern auch Techniken. „Mich interessiert das Zusammenspiel verschiedener bildlicher Sprachen“, betont der Künstler. Besonders deutlich zeigen das die Modezeichnungen, die er für seine Bachelorarbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) gemacht hat. Aus vielen der filigranen Bunt- und Bleistiftzeichnungen von Menschen macht er Collagen, indem er sie mit Schnipseln aus Zeitschriften beklebt.
An den Modeillustrationen zu arbeiten, habe ihm großen Spaß gemacht, erzählt Schneider. Doch seine Liebe gilt der Malerei. Künstler zu werden war seit jeher sein Ziel. So sicher war Schneider, dass er nur kurz vor dem Abitur das Gymnasium Süderelbe verließ. Er bewarb sich als Hochbegabter an der HAW und fing schon mit 18 Jahren mit dem Kunststudium an.
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