Hinterm Deich schlummern Schätze

Brigitte Brauer und Susanne Schott arbeiten beide im Auedeich. Gemeinsam mit Freunden und Nachbarn planen sie die „Deichpartie“.

Finkenwerder „Deichpartie“: Organisatoren suchen noch Helfer

Wie eine Leinwand steht die große Finkenwerder-Karte auf einer Staffelei in Susanne Schotts Musikschule „Musikinsel“. In die Karte hat sie gemeinsam mit ihrer Nachbarin, der Künstlerin Brigitte Brauer, viele bunte Fähnchen gesteckt. Jedes steht für eine Veranstaltung, alle zusammen ergeben die Finkenwerder „Deichpartie“, ein Kulturfest, das Schott und Brauer mit vier Nachbarn und Freunden planen. Die sechs Finkenwerder wollen Bewohnern und Besuchern der ehemaligen Elbinsel am 7. und 8. September zeigen, welche Schätze sich hinter den Deichen ihres Stadtteils verstecken.
Dafür haben sie alle Finkenwerder aufgefordert, mitzumachen. „Insgesamt haben sich rund 50 Interessenten gemeldet“, freut sich Schott.
Seit Oktober sitzen die Organisatoren jeden Dienstag zusammen, um die zweitägige Veranstaltung vorzubereiten. Als Vorbild dient ihnen die kulturelle Landpartie im Wendland, bei der seit 1989 Künstler und Handwerker ihre Türen für Besucher öffnen. Das „Deichpartie“-Programm steht bereits: An 23 Standorten sind Konzerte, Lesungen, Theatervorführungen und Ausstellungen geplant. Zudem können sich Besucher in einer alten Schmiede, Werkstätten von Kunsthandwerkern und Künstlerateliers umschauen.
Den Organisatoren war es wichtig, die Landwirtschaft und Fischerei als Besonderheiten Finkenwerders in das Programm miteinzubeziehen. So sind zwei Obsthöfe mit von der Partie, und auf den Schiffen im Finkenwerder Museumshafen sind Veranstaltungen geplant.
Auch einige Privatleute öffnen an den beiden Tagen ihre Häuser. „Ein Mann wird in seinem Garten mit seiner Band Jazz spielen“, erzählt Brauer. Gleichzeitig können Besucher dem Klang der Musik, so wie sie früher gehört wurde, in einem Zimmer seines Hauses aus den Lautsprechern seiner alten Röhrenradios lauschen.
Viele der Veranstaltungsorte befinden sich im und um den Auedeich herum. Einige, wie zum Beispiel der Obsthof am Finkenwerder Süderdeich, sind jedoch etwas abgelegen. Deshalb empfehlen die Organisatoren, mit dem Fahrrad zu kommen. „Dann kann man alles super erreichen“, so Schott. Zur Orientierung bekommen die Besucher eine Karte, auf der alle Veranstaltungsorte eingezeichnet sind. Der Eintritt wird überall frei sein.
Damit vor Ort alles reibungslos abläuft, sucht das „Deichpartie“-Team noch freiwillige Helfer, die mit anpacken und Besucherfragen beantworten können. Interessierte können sich bei Susanne Schott unter Tel. 0160/810 40 30 melden.
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