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Im Osten von Finkenwerder reihen sich zahlreiche Industrie- und Hafenbetriebe aneinander. Wer für den manchmal unerträglichen Gestank verantwortlich ist, könnten Geruchsprotokolle klären. (Foto: Annekatrin Buruck)

Woher kommt der üble Gestank in Finkenwerders Osten? Bürger sollen mit Geruchsprotokollen für Aufklärung sorgen

von Annekatrin Buruck, Finkenwerder
Süßlich-metallisch oder auch schwefelig – so empfinden manche Anwohner der Finkenwerder Altstadt und der Aueinsel den Geruch, der hin und wieder zu ihnen herüber weht.
„Der Gestank kommt bei Süd- oder Ostwind“, erklärt Petra Denkinger, die für die Grünen im Finkenwerder Regionalausschuss sitzt. Sie ist von einigen Bewohnern angesprochen worden mit der Bitte um Hilfe. „Manchmal sind es nur schmale Windfahnen von rund 50 bis 100 Metern, in denen es nahezu unerträglich stinkt“, weiß sie auch aus eigener Erfahrung. Vor allem in den späten Abend- und Nachtstunden wehen die Gerüche aus dem Hafenbereich herüber.
Woher der Gestank genau kommt, ist unklar. Möglich sind verschiedene Verursacher im Osten Finkenwerders, wie die Tanklager Bominflot in Waltershof, das Stahlwerk, die Müllverbrennungsanlage oder diverse Container- und Umschlagbetriebe.
Um der Sache auf den Grund zu gehen, hatten Prüfer des Fachamtes für Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt an drei Tagen im März und April, an denen der Wind aus östlicher Richtung kam, Luftmessungen durchgeführt, aber ohne Ergebnis. „Es konnten keine anlagenbedingten Gerüche festgestellt werden“, erklärte Markus Jordan vom Bezirk Mitte.
Nach akuten Beschwerden von Anwohnern müsste eigentlich sofort gemessen werden, wie der Regionalausschuss fordert, aber daraus wird wohl nichts werden. „Die zuständigen Sachbearbeiter sind stark im Tagesgeschäft eingebunden“, begründete Jordan. Dennoch sollen Bürger, wenn es wieder stinkt, das Fachamt für Verbraucherschutz unter Tel. 428 54 46 49 anrufen. Das zentrale Umwelttelefon, das es einmal gab, ist inzwischen dem Rotstift zum Opfer gefallen.
Petra Denkinger setzt jetzt auf Geruchsprotokolle, die die Bürger ausfüllen können. „Dort muss neben dem Datum die Art der Störung, ihr genauer Beginn und das Ende erfasst und das Protokoll unterschrieben werden“, erklärt sie. Dann das Ganze schicken an: Bezirksamt Hamburg-Mitte, Abteilung für Umweltschutz, Klosterwall 2, 20095 Hamburg, Fax: 428 54 52 66, E-Mail: UmweltschutzMitte
@hamburg-mitte.hamburg.de
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